Männer sind benachteiligt - zumindest kann dies im Falle genetischer Defekte zutreffen: Während Frauen über ein zweites X-Chromosom verfügen, das es erlaubt, ein defektes X-Chromosomen frühzeitig zu deaktivieren, ist der männliche Organismus dazu nicht in der Lage. Unregelmäßigkeiten wie die Bluterkrankheit oder die Rot-Grün-Blindheit können auf Grund dieses Defizits weitervererbt werden.
Die geschlechtsabhängige Vererbung spielt für die Wissenschaft aber auch abseits der Erforschung von Erbkrankheiten eine Rolle: Sie umfasst eine Vielzahl weiterer genetischer Effekte bei der Ausgestaltung des Organismus - und zwar sowohl beim Menschen als auch bei anderen Säugetieren. Das Symposium "Geschlechtsabhängige Vererbung - mehr als Gender und Sex" greift diese Thematik auf, um Wissenschaftlern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in ein vielversprechendes und anwendungsnahes Forschungsfeld zu eröffnen.
Das Symposium wird von der ÖAW, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina veranstaltet.
Termin:
27. bis 28. März
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Festsaal
Dr. Ignaz Seipel Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
Gottfried Brem
Department für Biomedizinische Wissenschaften
Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
1210 Wien
Gottfried.Brem(at)vetmeduni.ac.at