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Die verworrene Kolonialgeschichte der Tonaufnahmen aus Papua-Neuguinea

Das Phonogrammarchiv der ÖAW lädt zur Vorstellung eines Projekts ein, das die Expedition des Wiener Anthropologen Rudolf Pöch nach Papua-Neuguinea (1904–1906) untersucht und die komplexe Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten will.

Donnerstag 13.11.2025 09:11 Uhr
© Phonogrammarchiv der ÖAW

Viele der phonografischen Aufnahmen des Phonogrammarchivs, darunter auch Rudolf Pöchs Aufnahmen aus Papua-Neuguinea (1904–1906), sind Teil seines kolonialen Erbes. Rudolf Pöch (1870–1921) war ein österreichischer Arzt, Ethnograf und Anthropologe, dessen „Sammelaktivitäten” von rassistischen und evolutionistischen Theorien motiviert waren und nur durch seine aktive Nutzung kolonialer Gewaltstrukturen möglich waren.

Das Projekt "The Entangled Colonial History of Sound Recordings" am Phonogrammarchiv der ÖAW hat sich zum Ziel gesetzt, die  verworrenen kolonialen Hintergründen der Tonaufnahmen zu untersuchen. Zu diesem Zweck ist es unerlässlich, die weltweit verstreuten Bestände ausfindig zu machen und die Geschichte aus verschiednen Perspektiven zu rekonstruieren. 

Die Forschenden geben bei der Online-Veranstaltung "Project Presentation, The entangled colonial history of sound recordings: The expedition of the Viennese anthropologist Rudolf Pöch to Papua New Guinea (1904–1906), and Roundtable" einen Überblick über die Ausgangspunkte und Ziele des Projekts.

Programm

 

Informationen

 

Termin:
13. November 2025, 9:30 Uhr (CET; 6:30 pm PGT)

Online via Zoom

Kontakt für Frangen, Anregungen, Feedback:
Dr. Clemens Gütl 
Phonogrammarchiv der ÖAW