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Die eucharistische Hostie und anthropophage Neuinterpretationen

Bei einer ISA Guest Lecture an der ÖAW diskutiert die Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser Motive und Modelle kultureller Gewalt im Zusammenhang von Evangelisierung und spanischer Herrschaft im barocken Lateinamerika.

Donnerstag 30.01.2025 04:01 Uhr
© Jan Dreer for ifk

Karin Harrasser ist Professorin für Kulturtheorie an der Kunstuniversität Linz und Kodirektorin des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte sind derzeit asymmetrische Kulturtransfers zwischen Europa und Südamerika und der Zusammenhang zwischen Globalisierung und Zeitgeschichte.

Auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW spricht Karin Harrasser bei einer ISA Guest Lecture über eine "metabolische" Idee kultureller Gewalt. Unter dem Titel "What eats you. Motivs and models of cultural violence" analysiert sie die kulturelle Gewalt, die sich aus der Evangelisierung und der spanischen Herrschaft im barocken Lateinamerika entwickelt hat. Sie deckt die vielschichtigen Prozesse der Aneignung, Absorption und destruktiven Transformation auf, die zwischen Europäern und Indigenen stattfanden. Ausgangspunkt des Vortrags ist eine materielle und semiotische Geschichte der eucharistischen Hostie, die ein zentrales Objekt missionarischer Bemühungen und ihrer anthropophagen Neuinterpretationen ist, die Narrative von Geben und Nehmen, Empfangen und Produzieren bis heute stören.

EINLADUNG

 

Informationen

 

Termin:
30. Jänner 2025, 16:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Besprechungsraum 4
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Marieke Brandt
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW