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Die Arktis ist uns näher als wir denken

Eine Gaspipeline verbindet Österreich mit Nordwestsibirien. Wie es sich am anderen Ende der Pipeline lebt, war die Frage eines Disziplinen übergreifenden Projekts, das insbesondere auf das Phänomen des Fernpendelns fokussierte.

09.03.2015

Eine Woche lang strömt das Erdgas, bis es in Österreich ankommt. Es wird nördlich des Ural, auf der Halbinsel Jamal, gefördert. Deshalb verbringen dort - neben dem indigenen Volk der Nenzen - mehr und mehr Fernpendler/innen im Rahmen von Schichtarbeit einen Teil ihres Lebens.  Wie leben die Menschen, die den kostbaren Rohstoff fördern? Was motiviert sie zum Fernpendeln in den hohen Norden, zu einem Leben auf Achse? Und welche Konflikte entstehen dabei?

Heinz Faßmann und Gertrude Saxinger sind diesen Fragen in einem kürzlich abgeschlossenen Kooperationsprojekt zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und der Universität Wien (gefördert vom FWF) nachgegangen. Faßmann war in erster Linie an den neuen Formen der Migration interessiert, Saxinger fokussierte als Sozialanthropologin auf Aspekte neuer Organisationsformen eines Lebens hoher zyklischer Mobilität und Multilokalität beim Phänomen Fernpendeln.

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