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Der Fluss Laje als Rechtssubjekt

Aparecida Vilaça, Professorin für Sozialanthropologie in Rio de Janeiro, diskutiert bei einer ISA International Guest Lecture die "Rechte der Natur", durch die verschiedene Kategorien von nicht menschlichen Wesen als Rechtssubjekte anerkannt werden.

Mittwoch 21.05.2025 04:05 Uhr
© Carlos Fausto

Im Jahr 2023 erhielt der Fluss Laje als erster Fluss im brasilianischen Amazonasgebiet die Anerkennung als Rechtssubjekt, dessen Integrität respektiert werden muss. Die Rechte der Natur – und im speziellen Fall von Laje – werden durch einen Rat von Wächtern vertreten, der in der Regel gemischt zusammengesetzt ist und in dem die lokale Bevölkerung stark vertreten ist.

In der ISA International Guest Lecture "'Rights of Nature' Keynote Speech: The birth and an earth-being" stellt Aparecida Vilaça am Institut für Sozialanthropologie der ÖAW den Prozess der Einigung auf einen Gesetzesentwurf und der Zuerkennung von "Rechten der Natur" für den Fluss vor. Der Fokus der Professorin für Sozialanthropologie in Rio de Janeiro liegt dabei auf den zweideutigen Vereinbarungen, die es den indigenen und nicht-indigenen Rechtsvertretern ermöglichen, zu einer Einigung zu gelangen. Schließlich vergleicht sie den Fall der Wari' mit entsprechenden Fällen in anderen Ländern. Aparecida Vilaça arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten im Gebiet des indigenen Volkes der Wari', das der Fluss durchquert.

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Termin:
21. Mai 2025, 16:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 5. Stock, Besprechungsraum 8
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Marieke Brandt
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW