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Bundesauszeichung für Hubert Christian Ehalt

Dem Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, der zugleich Ehrenmitglied der ÖAW ist, wurde das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.

17.12.2015

Er ist einer der aktivsten Vermittler der Leistungen von Wissenschaft und Forschung in Wien: Hubert Christian Ehalt. Nun erhielt der Wissenschaftsreferent der Stadt für sein Engagement eine der höchsten Auszeichnungen, die das Wissenschaftsministerium zu vergeben hat. Am 16. Dezember 2015 wurde ihm das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.

Als Wissenschaftsreferent ist Ehalt für insgesamt fünf städtische Wissenschaftsförderungsfonds, für Aktivitäten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie für Agenden, die den Wissenschaftsstandort Wien betreffen, zuständig. Der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist er aber nicht nur in diesen Funktionen seit Langem eng verbunden. Ehalt ist Präsident der Gesellschaft der Freunde der ÖAW und seit 2013 Ehrenmitglied.

Forschung vermitteln, Forschung fördern

Einer breiten Öffentlichkeit ist Hubert Christian Ehalt als Gestalter der „Wiener Vorlesungen“ bekannt, die er bereits seit fast 30 Jahren organisiert und die wesentlich zum Verständnis wissenschaftlicher Themen in der Öffentlichkeit beigetragen haben. Auch Mitglieder und Wissenschaftler/innen der Akademie waren immer wieder am Podium zu Gast. Zuletzt etwa im Rahmen der von der Jungen Kurie der ÖAW ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Gravitation 2015“ zum 100sten Jubiläum der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins. Auch an der ÖAW bringt Ehalt seit Jahren spannende Wissenschaftsthemen in die öffentliche Diskussion ein. So sprach erst kürzlich der Philosoph Konrad Paul Liessmann auf Einladung der Gesellschaft der Freunde der ÖAW im Festsaal zu sozialen Medien und ihren gesellschaftlichen Wirkungen.

Hubert Christian Ehalt habilitierte sich an der Universität Wien für das Fach Wirtschafts- und Sozialgeschichte und lehrt dort seit 1980. Seit 1984 ist er zudem für die Agenda der Wissenschafts- und Forschungsförderung bei der Stadt Wien verantwortlich. Dabei ist er nicht nur Vermittler und Förderer der Forschung, sondern auch stets selbst Forschender geblieben. Mehr als 50 Bücher als Autor oder Herausgeber liegen von ihm vor und über 500 wissenschaftliche Publikationen zu Themen der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Neuzeit. Für seine Arbeit für und in Wiens Forschung wurde Ehalt bereits mehrfach ausgezeichnet. So ist er unter anderem Preisträger des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung (2013) und Ritter des „Ordre des Arts et des Lettres“ (2015). Die ÖAW verlieh ihm 2007 die Medaille „Bene Merito“ für besondere Verdienste um die Akademie.