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Ausgezeichnete Nachwuchsforscher

Die ÖAW zeichnet 14 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre hervorragenden Leistungen aus.

17.10.2014

Zehn Preise für exzellente Arbeit
Ehre, wem Ehre gebührt. 14 junge Forschende wurden am 16. Oktober mit zehn Preisen ausgezeichnet. Die Doktorandinnen, Doktoranden und Post-Docs stehen noch am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere – und haben aber schon durch eine herausragende Dissertation oder eine Publikation in einer renommierten Fachzeitschrift (im Rahmen ihrer Dissertation) auf sich aufmerksam gemacht.

Mit dem Roland Atefie-Preis wird Philipp Klutz für seine Dissertation ausgezeichnet, die er am Institut für Praktische Theologie der Universität Wien abgeschlossen hat. In dieser empirischen Studie diskutiert er die Chancen und Herausforderungen eines Religionsunterrichts, der gemeinsam von verschiedenen Kirchen und Religionsgesellschaften verantwortet wird.

Der Dissertationspreis für Migrationsforschung geht zu gleichen Teilen an eine Ethnologin und einen Politikwissenschaftler: Eva Kössner beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit den Auswirkungen des sogenannten Oslo-Abkommens auf junge Palästinenserinnen und Palästinenser, die heute in Wien, Amman und im Westjordanland leben. Jeremias Stadlmair befasst sich in seiner Arbeit mit der aktuellen Diskussion um ökonomische Voraussetzungen für die Erlangung der Staatsbürgerschaft in westeuropäischen Staaten.

Der Jubiläumspreis des Böhlau Verlages Wien wurde Alexander Pinwinkler für seine Habilitationsschrift zur Entwicklung der historischen Demographie in Deutschland und Österreich im 20. Jahrhundert zuerkannt.

Mit dem Richard G. Plaschka-Preis für Forschungsleistungen auf dem Gebiet der „Ost-, Ostmittel- und Südosteuropäischen Geschichte“ wird Florian Kührer-Wielach ausgezeichnet. In seiner Dissertation befasst er sich mit den Folgen der Auflösung der Donaumonarchie und dem staatlichen Integrationsprozess Rumäniens am Beispiel der Siebenbürger Rumänen.

Die Auszeichnung der besten Publikation des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW geht an Paolo Sartori. Er ist Senior Research Fellow am Institut für Iranistik der ÖAW und befasst sich in seinem Artikel mit der Geschichte des islamischen Rechts in Russisch-Zentralasien.

Der Edmund und Rosa Hlawka-Preis für Mathematik wurde heuer zweimal vergeben – an Christoph Aistleitner für seine Arbeiten im Bereich der Zahlentheorie, insbesondere zur harmonischen Analysis und zur metrischen diophantischen Approximation, und an Christoph Haberl für seine Forschungsleistungen im Bereich der Konvexgeometrie, insbesondere zur Theorie der Bewertungen.

Der Preis für Paläobiologie geht an Thomas Alan Neubauer für seine Forschungsarbeiten zur phenotypischen Evolution bei miozänen Mollusken.

Mit dem Karl Schlögl-Preis werden zwei inhaltlich und thematisch sehr unterschiedliche Dissertationen aus der Organischen bzw. der Theoretischen Chemie ausgezeichnet – die Finanzierung des zweiten Preises wird vom Springer-Verlag als Herausgeber der Zeitschrift Monatshefte für Chemie übernommen. Jean-Baptiste Farcet befasst sich in seiner Doktorarbeit mit der Totalsynthese des Diterpenoid Bielschowskysin, während Julian Fuchs die Rolle der Dynamik von biologischen Makromolekülen in ihren Bindungsprozessen untersuchte.

Der Otto Vogl-Preis wurde 2014 zum ersten Mal vergeben. Rupert Mayer – der sich in seiner Dissertation mit analytischen Verfahren beschäftigt, die neuartige Angriffspunkte für eine nachhaltige Therapie für die chronisch lymphatische Leukämie bringen sollen – ist der erste Preisträger.
Gestiftet wurde der Preis in  Erinnerung an Otto Vogl, Professor für Polymerwissenschaften an der New York University und der University of Massachusetts Amherst und korrespondierendes Mitglied der Akademie. Mit diesem Preis werden Studierende im Fachbereich Chemie ausgezeichnet, die nach Abschluss einer hervorragenden Masterarbeit das Doktorat an einer österreichischen Universität durchführen.

Der Best Paper Award des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW ging an zwei Doktoranden, die jeweils als Erstautor ein Paper in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlichen konnten. Die Forschungen von Leonid Sidorenkov und seinen Kolleg(inn)en am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der ÖAW in Innsbruck bringen neue Erkenntnisse zum sogenannten Zweiten Schall, einem Phänomen, das bisher nur in supraflüssigem Helium beobachtet werden konnte und nun erstmals in einem Quantengas nachgewiesen wurde. Madeline Lancaster ist seit 2010 Postdoktorandin im Team von Jürgen Knoblich am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der ÖAW. Diesem Forschungsteam ist es gelungen, die frühen Stadien der menschlichen Gehirnentwicklung in einem speziell entwickelten dreidimensionalen Organkultursystem aus Stammzellen nachzubilden.

Weitere Informationen zu den Preisträger(inne)n finden Sie unter
stipendien.oeaw.ac.at
 

Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Abteilung für Stipendien & Preise
T +43 1 51581-1318
Barbara.Haberl(at)oeaw.ac.at