02.01.2019

Augmented Reality oder das Leben von Mönchen

Das ÖAW-Programm „go!digital“ fördert innovative Forschungen in den Digital Humanities. Nun gehen insgesamt 13 neue Projekte von heimischen Jungforscher/innen an den Start.

Ob eine neue Datenbank zum Leben von Nonnen und Mönchen im Mittelalter, ein Online-Atlas der berühmten Wiener Avantgarden oder die Rolle von Augmented Reality bei der Nutzung des öffentlichen Raums – insgesamt 13 neue Forschungsprojekte in den digitalen Geisteswissenschaften werden ab sofort von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit drei Millionen Euro gefördert. Das Programm „Go!Digital“ will nicht nur die datengestützte und datengetriebene Forschung in den Geistes- aber auch den Sozial- und Kulturwissenschaften weiter verbessern. Ziel dieser von der ÖAW ausgeschriebenen und von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung finanzierten Förderung ist auch allgemein die Intensivierung des Ausbaus der Digital Humanities in Österreich.

Nächste Generation der Digital Humanities

Bereits zweimal konnten 2014 und 2016 mit „Go!Digital“ insgesamt 17 Projekte von der ÖAW unterstützt werden. Das Besondere an der jetzigen Förderung mit dem Zusatz „Next Generation“: Sie ist primär an junge Wissenschaftler/innen gerichtet, die im Rahmen von Kooperationsprojekten digitale Methoden anwenden und weiterentwickeln wollen.

Die zahlreichen Einreichungen geben diesem Fokus auf den Nachwuchs recht: Über 50 Anträge langten bei der ÖAW ein, von denen 22 zu einem Hearing eingeladen waren. Eine international besetzte Jury entschied sich schließlich für die Förderung von 13 herausragenden Forschungsvorhaben. Damit können 37 Forschende – davon sind 22 Frauen – in den kommenden maximal zwei Jahren ihre Ideen in den Digital Humanities umsetzen.