20.05.2019

Ägyptische Mumien - vom prädynastischen Abydos bis zum koptischen Kloster deir el-Bachit

Die Mumienexpert/innen Albert Zink und Estelle Hower-Tilmann sowie Sandra Lösch, Rechtsmedizinerin von der Universität Bern, präsentieren neueste Erkenntnisse aus der Mumienforschung.

Zwei Mumien aus Deir el-Bachît, I. Eichner © OEAW/DAI
Zwei Mumien aus Deir el-Bachît, I. Eichner © OEAW/DAI

Mumien sind außergewöhnliche, aber auch sehr fragile Zeugen längst vergangener Zeiten. Das EURAC-Institut für Mumienforschung in Bozen ist das weltweit einzige Institut dieser Art. Dessen Leiter, der Anthropologe, Humangenetiker und Bioarchäologe Albert Zink berichtet auf Einladung des Instituts für Kulturgeschichte der Antike der ÖAW zusammen mit der Archäologin Estelle Hower-Tilmann und der Rechtsmedizinerin Sandra Lösch von der Universität Bern über „Neue Erkenntnisse aus der Mumienforschung zum Leben und Sterben im Alten Ägypten“ an der ÖAW.

Am EURAC sind Daten von etwa 1900 Mumien und Skeletten verfügbar, die von der prä- und frühdynastischen Nekropole in Abydos bis zu dem koptischen Kloster Deir el-Bachît (Pauloskloster) in Dra’ Abu el-Naga (Theben-West) reichen. Es sind Daten zu Alter, Geschlecht und Körperhöhen, Erkrankungen, Verletzungsfolgen und Mangelernährung. Beim Vortrag an der ÖAW berichten die Expert/innen über vergleichende Analysen, die auf die Gesundheits- und Lebensbedingungen in den verschiedenen Epochen des alten Ägypten schließen lassen – von der prädynastischen Zeit bis ins erste nachchristliche Jahrtausend, als eine koptische Mönchsgemeinschaft pharaonische Grabhölen als Einsiedeleien benutzt hat.

Einladung

     

    Termin:
    20. Mai 2019, 18:00 Uhr

    Ort:
    Österreichische Akademie der Wissenschaften
    Hollandstraße 11–13, 1. Stock, Seminarraum
    1020 Wien

    Kontakt:
    Dr. Jana Elisabeth Johr
    T: +43 1 51581-3479
    Institut für Kulturgeschichte der Antike der ÖAW

     


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