An fünf Samstagen im Mai und Juni 2025 tagt der virtuelle BürgerInnenrat „Medien und Demokratie in Deutschland“.

Vermittelt über die Videokonferenztechnologie „Zoom“, lernen, beraten und beschließen zwanzig RepräsentantInnen der Zivilgesellschaft Empfehlungen zur Stärkung der demokratischen Rolle der Medien in Deutschland.

Wie können Medienregulierung und Medienpolitik dazu beitragen, qualitativ hochwertige Inhalte in den Medien zu gewährleisten? Wie sollten sich Menschen an der Gestaltung von Medien beteiligen können? Wie können Medien die gesellschaftliche Vielfalt besser repräsentieren? Diese und weitere Fragen werde in dem virtuellen BürgerInnenrat behandelt.

Eingeleitet wird jeder Samstag von ExpertInnen die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema eröffnen und Anregungen zur Diskussion bieten. Diskutiert, gelernt und beschlossen wird in der Großgruppe sowie in Kleingruppen, unterstützt von der Moderation.

Am Samstagnachmittag, 3. Mai 2025, wird der virtuelle BürgerInnenrat mit seiner ersten Sitzung ins Leben gerufen. Danach folgen vier weitere Sitzungen am 10.5., 17.5., 24.5., und 28.6., jeweils von 14:00-18:00.

Ablaufplan:

1. Medien und Demokratie (Überblick) (3.5.)

2. Medien und Demokratie - Themengenerierung (10.5.)

3. Mediensysteme und Medienregulierung - Empfehlungsfindung (17.5.)

4. Repräsentation in/durch die Medien - Empfehlungsfindung (24.5.)

5. Partizipation in den Medien - Empfehlungsfindung (28.6.)

Zwischen den fünf Sitzungstagen bekommen die TeilnehmerInnen auf einer eigenen Online-Plattform Zugriff auf weiterführende Materialien zu den diskutierten Themenbereichen und haben die Möglichkeit die beschlossenen Empfehlungen noch einmal überprüfen.

Zeitgleich finden im Zuge des europäischen MeDeMap Projekts „reale“ BürgerInnenräte zum gleichen Thema in Europa statt: in Irland, Tschechien, Österreich und Slowenien. Der virtuelle BürgerInnenrat übersetzt - mit leichten Anpassungen - die Prinzipien der physischen Räte an die online Gegebenheiten. Die Ergebnisse und Forderungen der Räte werden anschließend im Februar 2026 auf europäischer Ebene vorgestellt.

Alle BürgerInnenräte werden auch wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die ÖAW wird die online- und offline Räte vergleichen und dazu publizieren.

Weiterführende Links:

Einen Einblick in die laufenden Bürgerräte in Irland, Tschechien, Österreich und Slowenien ist hier zu finden: https://medemap.commit.at/

Einen Einblick in die drei Themengebiete ist hier zu finden (Englischsprachig mit deutschen Untertiteln, die Videos werden im BürgerInnenrat besprochen):

Einen Einblick in gegenwärtige Problemlagen des deutschen Mediensystems gewähren folgende Texte, freundlicherweise bereitgestellt von Prof. Dr. Barbara Thomaß, einer unserer geladenen ExpertInnen:

  • „Zu teuer, zu abhängig, zu irrelevant? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in internationaler Perspektive“

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-2023/521976/zu-teuer-zu-abhaengig-zu-irrelevant/

  • Unabhängigkeit und Staatsferne – nur ein Mythos?

https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/medienpolitik/172237/unabhaengigkeit-und-staatsferne-nur-ein-mythos/

  • Country report Germany from Media Ownership Monitor (Englischsprachig)

https://media-ownership.eu/findings/countries/germany/

Zu BürgerInnenräten:

BürgerInnenräte sind eine Form demokratischer Mitgestaltung, die BürgerInnen mehr Gehör in der Demokratie verschaffen wollen. BürgerInnen setzen sich mit ausgewählten politischen Themen auseinander und formulieren Ideen, Empfehlungen und Forderungen, die zur Verbesserung der Gesellschaft und der Demokratie beitragen sollen.

Sie haben durch ihre Offenheit das Potential, die etablierte Politik sinnvoll zu ergänzen.