Mi, 08.05.2024 17:30

Ignaz L. Lieben- und Bader-Preis: Festliche Verleihung an der ÖAW

Die ÖAW lädt zur Verleihung des Ignaz L. Lieben-Preises 2023 an den Quantenphysiker Hannes Pichler sowie an den Wissenschaftshistoriker Michael Schober, der mit dem Bader-Preis für die Geschichte der Naturwissenschaften 2023 ausgezeichnet worden ist.

© Wehofer Architekten ZT GmbH

Der Ignaz L. Lieben-Preis ist die älteste und die am höchsten dotierte Auszeichnung der ÖAW. Dieser Preis wurde von Alfred und Isabel Bader reaktiviert, die zudem zwei Preise für junge Wissenschaftler:innen gestiftet haben. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) lädt zur feierlichen "Verleihung des Ignaz L. Lieben-Preises 2023 und des Bader-Preises für die Geschichte der Naturwissenschaften 2023" in den Festsaal der ÖAW ein. In diesem Rahmen werden Christian R. Noe und Yechiel Bar-Chaim auch Alfred Bader zum 100. Geburtstag ehren. Im Anschluss daran sprechen die beiden Preisträger.

Hannes Pichler, Professor für Theoretische Quantenoptik an der Universität Innsbruck und Forschungsgruppenleiter am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der ÖAW, erhält den Ignaz L. Lieben-Preis für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenvielkörperphysik und Quanteninformationswissenschaften. Er entwickelte innovative Algorithmen für Rydberg-Atom-basierte Quantensimulatoren und formulierte grundlegende Prinzipien der chiralen Quantenoptik.

Michael Schober von der Montanuniversität Leoben erhält den Bader-Preis für sein Dissertationsprojekt „Richard Herzog (1911–1999): the scientific career of an Austrian inventor in the field of mass spectrometry“. Seine Arbeit widmet sich der biographischen Aufarbeitung des Lebens, der politischen Aktivität und der wissenschaftlichen Karriere von Richard Herzog im Kontext seiner Zeit.

Der Ignaz L. Lieben-Preis der ÖAW, wurde 1863 gestiftet und nach den Gründern des Bankhauses Lieben benannt. 1938 wurde der Preis eingestellt und die Angehörigen der Stifterfamilie wurden von den Nationalsozialisten ermordet oder vertrieben. Der 1924 in Wien geborene Alfred Bader musste 1938 ebenfalls vor den Nationalsozialisten fliehen. Gemeinsam mit seiner Frau Isabel Bader reaktivierte er den Ignaz L. Lieben-Preis, sodass er 2004 nach langer Unterbrechung wieder vergeben werden konnte. 

Programmbroschüre

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Informationen

 

Termin:
8. Mai 2022, 17:30 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

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Kontakt:
Dr. Johannes Kontny
T: +43 1 51581-1318
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