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Manifestierte Macht – Materieller Niederschlag von Macht in der frühgeschichtlichen und historischen Archäologie

29. Internationales Symposium „Grundprobleme der frühgeschichtlichen Entwicklung im mittleren Donauraum“

Mittwoch 08.11.2017 , Dauer: 4 Tage

In der archäologischen Forschung spielt das Thema ‘Macht’ und ihr Niederschlag in archäologischen Quellen seit jeher eine große Rolle. In den letzten Jahren wurden auch vermehrt neue methodische Ansätze und wissenschaftstheoretische Konzepte aus soziologischen, anthropologischen und ethnologischen Disziplinen herangezogen um historische Interpretationen von archäologischen Quellen in diesem Zusammenhang zu diskutieren.

Im Rahmen der Tagung soll erörtert werden, wie sich ‘Macht’ in archäologischen Funden und Befunden manifestieren kann. Es sollen weiters Überlegungen zu verschiedenen Arten von ‘Macht’ und ihrer Ausübung – also etwa Konzepte/Modelle wie Hierarchie und Heterarchie oder auch unterschiedliche Varianten von ‘Leadership’ oder ‘Rulership’ (‘Anführerschaft’ und ‘Herrschaft’) – angestellt werden. Wie wird in prähistorischen und historischen Gemeinschaften Macht erlangt, gefestigt, erhalten und weitergegeben oder auch verloren? Können wir derartige Prozesse anhand unserer Quellen erkennen und wie können wir sie am besten beschreiben?

Round Table

Grenzen der Macht – Macht der Grenzen

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts “Grenze – Kontaktzone – Niemandsland” der Universitäten Wien und Masaryk Universität Brno (gefördert von FWF und GAČR) wird die Entwicklung der Region an March und Thaya während des frühen Mittelalters erforscht. Hier treffen vom 7. bis zum 11. Jahrhundert unterschiedliche Machtsysteme aufeinander. Eine wichtige Forschungsfrage ist, ob und wie sich hier Grenzen entwickelt bzw. verändert haben. Die aktuellen Forschungen bieten den Anlass, das Thema in einem breiteren Rahmen, synchron und diachron mit Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen zu diskutieren: Gibt es derartige Grenzen? Falls ja, wie und wo kann man Grenzen überhaupt fassen? Sind Grenzen lineare Barrieren oder aktive Kontaktzonen zwischen Machtgruppen oder Niemandsland? Wie werden sie aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen? Bilden sich Grenzen um bzw. zwischen Gemeinschaften oder bilden sich Gemeinschaften innerhalb von Grenzen?
Diese und weitere Aspekte sollen in Form eines Round Tables von Experten erläutert und diskutiert werden.

Tagungsorganisation

Univ.-Ass. Mag. Dr. Stefan Eichert, emer. o.Univ. Prof. Dr. Herwig Friesinger, Priv.-Doz. Mag. Dr. Sabine Ladstätter, HR Dr. Ernst Lauermann, Mag. Dr. Elisabeth Nowotny, Mag. Dr. Franz Pieler, Ass.-Prof. Mag. Dr. Alois Stuppner, Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune

Informationen

 

MAMUZ Museum Mistelbach
Waldstraße 44–46
2130 Mistelbach

 

Veranstalter

  • MAMUZ – Schloss Asparn/Zaya und Museum Mistelbach
  • Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften, Donau-Universität Krems
  • Landessammlungen Niederösterreich, Sammlungsbereich Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterarchäologie
  • Institut für Orientalische und Europäische Archäologie (OREA) der ÖAW
  • Österreichisches Archäologisches Institut (ÖAI) der ÖAW
  • Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie der Universität Wien
  • Internationales Forschungsprojekt „Grenze – Kontaktzone – Niemandsland“

Programm