Mein Name ist Aaron Plattner und ich bin klassischer Philologe mit Schwerpunkt Gräzistik aus Südtirol. Seit Mitte Juni 2021 bearbeite ich am ÖAI Athen ein Teilprojekt aus meiner Dissertation über den Periegeten Pausanias. Es beinhaltet die Sammlung und Sichtung der archäologischen Kontexte ausgewählter Gegenstände, Rituale und sakraler Räume, welche Pausanias im Verlauf seines Griechenlandstreifzugs beschreibt. Ermöglicht wurde mein Aufenthalt durch das Athen-Stipendium der ÖAW (jetzt Go.Investigatio-Stipendium), das ortsunabhängige Archiv- und Reisestipendien anbietet.
Der Standort Athen bietet mir aufgrund seiner hohen Dichte an archäologischen Instituten, erfahrenen Kolleg:innen, zahlreichen (Online)-Vorträgen sowie bestens sortierten Bibliotheken ein überaus förderliches und inspirierendes Arbeitsumfeld. Die meiste Zeit verbringe ich am DAI und ÖAI, manchmal sitze ich auch in der EFA und der BSA. Die pandemische Situation und die daraus resultierenden Maßnahmen der ASA und der SAIA machten es bislang leider unmöglich bzw. wenig attraktiv, diese Institute zu besuchen. Andererseits waren die Museen und archäologischen Stätten unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen fast uneingeschränkt zugänglich, sodass ich ausreichend Zeit hatte, mir ein eindrückliches Bild vom antiken Athen zu verschaffen. Für den Zugang zur modernen Stadt und ihren Bewohner:innen sind sowohl die alltäglichen sozialen Interaktionen als auch kürzere Ausflüge und regelmäßige gemeinsame Abendessen an den Wochenenden sehr dienlich.
Von Athen kommt man mit einem Mietwagen, der außerhalb der Tourismussaisonen sehr preiswert ist, überall gut hin. Bisher war ich mehrmals im Rahmen von Tagesausflügen, die fast durchgehend von schönem Wetter begleitet waren, u.a. im Evrotastal, in Olimbia und in Archea Messini zwecks Anfertigung von Photos für die Tafelsektion der Dissertation und zur Besichtigung der archäologischen Museen. Vor Ablauf meines Aufenthalts am ÖAI in Athen werde ich mit meiner Co-Stipendiatin noch eine letzte Reise nach Delphi unternehmen.
Meine Dissertation ist eingebunden in den Rahmen des internationalen Graduiertenkollegs »Resonante Weltbeziehungen in sozio-religiösen Praktiken in Antike und Gegenwart« (Standorte: Max-Weber-Kolleg Erfurt und Universität Graz) und beschäftigt sich mit der Frage, wie die Περιήγησις τῆς Ἑλλάδος (Periēgēsis tēs Hellados) im Lichte der Resonanztheorie des deutschen Soziologen Hartmut Rosa philologisch adäquat beschrieben und in wesentlichen Punkten neu interpretiert werden kann.
Die Hypothese, deren Gültigkeit es zu überprüfen gilt, lautet: »Pausanias’ Periegesis ist ein fachschriftstellerisches Werk in Form einer ansprechenden, imaginären Bildungsreise durch Griechenland.« Die Überprüfung erfolgt in vier Schritten: Zuerst wird der Anschaulichkeitsgrad der periegetischen Abschnitte bestimmt; dann werden die Perspektivierungen der anschaulichsten Beschreibungen untersucht; drittens wird Pausanias’ Werk dem periegetischen Lehrgedicht des Dionysios von Alexandria gegenübergestellt; und viertens wird es in den Bildungsdiskurs des 2. Jhs. n. Chr. eingeordnet.
Mein Name ist Aaron Plattner und ich bin klassischer Philologe mit Schwerpunkt Gräzistik aus Südtirol. Seit Mitte Juni 2021 bearbeite ich am ÖAI Athen ein Teilprojekt aus meiner Dissertation über den Periegeten Pausanias. Es beinhaltet die Sammlung und Sichtung der archäologischen Kontexte ausgewählter Gegenstände, Rituale und sakraler Räume, welche Pausanias im Verlauf seines Griechenlandstreifzugs beschreibt. Ermöglicht wurde mein Aufenthalt durch das Athen-Stipendium der ÖAW (jetzt Go.Investigatio-Stipendium), das ortsunabhängige Archiv- und Reisestipendien anbietet.
Der Standort Athen bietet mir aufgrund seiner hohen Dichte an archäologischen Instituten, erfahrenen Kolleg:innen, zahlreichen (Online)-Vorträgen sowie bestens sortierten Bibliotheken ein überaus förderliches und inspirierendes Arbeitsumfeld. Die meiste Zeit verbringe ich am DAI und ÖAI, manchmal sitze ich auch in der EFA und der BSA. Die pandemische Situation und die daraus resultierenden Maßnahmen der ASA und der SAIA machten es bislang leider unmöglich bzw. wenig attraktiv, diese Institute zu besuchen. Andererseits waren die Museen und archäologischen Stätten unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen fast uneingeschränkt zugänglich, sodass ich ausreichend Zeit hatte, mir ein eindrückliches Bild vom antiken Athen zu verschaffen. Für den Zugang zur modernen Stadt und ihren Bewohner:innen sind sowohl die alltäglichen sozialen Interaktionen als auch kürzere Ausflüge und regelmäßige gemeinsame Abendessen an den Wochenenden sehr dienlich.
Von Athen kommt man mit einem Mietwagen, der außerhalb der Tourismussaisonen sehr preiswert ist, überall gut hin. Bisher war ich mehrmals im Rahmen von Tagesausflügen, die fast durchgehend von schönem Wetter begleitet waren, u.a. im Evrotastal, in Olimbia und in Archea Messini zwecks Anfertigung von Photos für die Tafelsektion der Dissertation und zur Besichtigung der archäologischen Museen. Vor Ablauf meines Aufenthalts am ÖAI in Athen werde ich mit meiner Co-Stipendiatin noch eine letzte Reise nach Delphi unternehmen.
Meine Dissertation ist eingebunden in den Rahmen des internationalen Graduiertenkollegs »Resonante Weltbeziehungen in sozio-religiösen Praktiken in Antike und Gegenwart« (Standorte: Max-Weber-Kolleg Erfurt und Universität Graz) und beschäftigt sich mit der Frage, wie die Περιήγησις τῆς Ἑλλάδος (Periēgēsis tēs Hellados) im Lichte der Resonanztheorie des deutschen Soziologen Hartmut Rosa philologisch adäquat beschrieben und in wesentlichen Punkten neu interpretiert werden kann.
Die Hypothese, deren Gültigkeit es zu überprüfen gilt, lautet: »Pausanias’ Periegesis ist ein fachschriftstellerisches Werk in Form einer ansprechenden, imaginären Bildungsreise durch Griechenland.« Die Überprüfung erfolgt in vier Schritten: Zuerst wird der Anschaulichkeitsgrad der periegetischen Abschnitte bestimmt; dann werden die Perspektivierungen der anschaulichsten Beschreibungen untersucht; drittens wird Pausanias’ Werk dem periegetischen Lehrgedicht des Dionysios von Alexandria gegenübergestellt; und viertens wird es in den Bildungsdiskurs des 2. Jhs. n. Chr. eingeordnet.
Informationen
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergibt Stipendien für Bibliotheks-, Archiv- und Feldforschungsaufenthalte außerhalb von Österreich




