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Die Isis von Philae: Import und Export einer Göttin. Neue Forschungen zum Tempel von Philae und seiner Theologie

Vortrag von Holger Kockelmann | Universität Leipzig

Mittwoch 14.10.2026 05:10 Uhr
© Holger Kockelmann

Nach derzeitigem Kenntnisstand scheint die Isis von Philae ein saitischer Import zu sein: Ihr offenbar erst in der 26. Dynastie gegründeter Tempel war in seiner Anfangsphase ein äußerst bescheidenes Provinzheiligtum und kaum größer als eine einfache Kapelle. In der Folgezeit entwickelte sich die Tempelanlage von Philae jedoch zum dominierenden Kultzentrum der Region: Vom dritten vorchristlichen Jahrhundert bis zur frühen Kaiserzeit erfuhr der Philae-Tempel einen monumentalen Ausbau, überdies erlangte seine Theologie überregionale Bedeutung und dominierte die Sakrallandschaft weit südlich des 1. Kataraktes.

Der Vortrag beleuchtet die Konzeption der Isis von Philae als zentrale Göttin des Kultortes. Er geht dabei konkret der Frage nach, welche Isis-Aspekte und -Rollen in Philae dominierend und lokal-urtümlich sind und inwiefern diese auch das Außenbild der Göttin in den unternubischen Kultorten bestimmen. Einleitend werden zudem die aktuellen Arbeiten des Philae-Projektes vorgestellt.

Informationen

 

Lecture series »World Archaeology Seminars«

Termin
14. Oktober 2026, 17:00 MESZ

Ort
Otto Wagner-Postsparkasse, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien, Seminarraum 2+3, 3. Stock

Veranstalter
ÖAW-ÖAI

Einladung

Kontakt
[email protected]