Between Strikes and Memory, Stagnation and Hesitant Restoration

Die israelischen Angriffe auf den Libanon betrafen direkt mehrere archäologische und historische Gebiete und verursachten erhebliche Schäden an bedeutenden Wahrzeichen. Allerdings waren nicht alle beschädigten Orte ausschließlich archäologische Denkmäler. Viele von ihnen waren zugleich Teil des kollektiven Gedächtnisses und des Alltagslebens der Gemeinschaft. Dieser Vortrag konzentriert sich auf ein Beispiel: Baalbek, das antike Heliopolis. Während des Konflikts wurden Teile der römischen und arabischen Stadtmauern zerstört sowie Al-Manshiyya, ein historisches Gebäude in der Nähe des Eingangs zur römischen Stadt. Obwohl die Kämpfe weitgehend beendet sind, wurden diese Strukturen bislang nicht restauriert. Sie bleiben als physische Erinnerungen sowohl an den Krieg als auch an das langsame Tempo des Wiederaufbaus nach dem Konflikt bestehen. Der Fall von Al-Manshiyya ist besonders bedeutsam. Vor seiner Zerstörung wurde das Gebäude oft als Hindernis für das Erscheinungsbild der archäologischen Stätte angesehen. Doch nach seinem Verlust wurde deutlich, wie wichtig es für die Menschen in Baalbek war. Es war nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort, der mit Erinnerungen, dem Alltagsleben und der lokalen Identität verbunden war.
Informationen
Vortragreihe
»World Archaeology Seminars - Future Archaeology: Fragile Past«
Termin
21. Oktober 2026 | 17:30 CET
Ort
Otto Wagner Postsparkasse, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien, Seminarraum 8+9, 5. Stock
Veranstalter
ÖAW-ÖAI
Registrierung
Bis zum 20.10.2026 an Bianca D'Anna
Kontakt und Zoom Link Anfrage
Bianca D'Anna
