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Fermenting Futures: Hefe einmal anders

Ausstellung, Wien (Künstlerhaus)

 

18.02.2022

Vom 2.-23. März 2022 findet im Künstlerhaus in Wien eine Ausstellung der Werkgruppe »Fermenting Futures« statt. Die britische Künstlerin Anna Dumitriu und ihr Landsmann Alex May untersuchen darin die Bedeutung von Hefe aus kultureller, wissenschaftlicher, ethischer und ästhetischer Sicht. Die Ausstellung zeigt eine neue Serie von Skulpturen, Installationen und Textilarbeiten, die Wechselbeziehungen zwischen Menschen, Hefen und Kultur über Jahrtausende thematisieren und dabei den Schwerpunkt auf neue Wege in der synthetischen Biologie setzt.

Das ÖAI stellt dafür die Ergebnisse aus der Untersuchung eines Brotes der Studiensammlung des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäologie (Universität Wien) zur Verfügung. Diese sind im Rahmen des ERC-Projekts PLANTCULT entstanden.

Seit der Antike ist Hefe ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens, der die kulturelle Evolution des Menschen mitgeprägt hat. Es ist möglich, dass die Fähigkeit einer Hefe, Zucker in Alkohol zu vergären, zur Entwicklung erster menschlicher Siedlungen geführt hat, da die Menschen zur Herstellung von Bier in der Nähe ihrer Felder bleiben mussten, um diese zu bewirtschaften. Hefe steht heutzutage im Mittelpunkt der Forschung in der synthetischen Biologie für so unterschiedliche Disziplinen wie Lebensmittelproduktion, Bier- und Weinherstellung, Impfstoffherstellung, Kunststoffproduktion und Kohlenstoffbindung.

An der Podiumsdiskussion „Art & Science Talk“ am 3. März um 18:00 Uhr werden neben Archäobotaniker Andreas G. Heiss (ÖAI) der Biotechnologe Diethard Mattanovich (BOKU, Wien) und die Medientheroetikerin Ingeborg Reichle (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, Potsdam) sowie die beiden Künstler:innen teilnehmen.

 

 

Künstlerhaus