







Am 15. Juni 2026 hat die Generalversammlung des E-RIHS ERIC, des European Consortium of Research Infrastructure for Heritage Science, den Beitritt Österreichs beschlossen. Damit ist die Republik Österreich Teil des europäischen Forschungsinfrastrukturnetzwerks für Heritage Science. Die Teilnahme an E-RIHS ERIC stellt einen entscheidenden Schritt für die Weiterentwicklung und Vernetzung der österreichischen Infrastruktur dar, die zur Erforschung, Dokumentation, Konservierung und nachhaltigen Bewahrung des kulturellen Erbes genutzt wird.
Mit dem Beitritt ist die Implementierung eines nationalen Knotenpunkts in Österreich verbunden, der die Koordination der Aktivitäten in Österreich übernimmt. Dieser wurde unter dem Namen E-RIHS.at durch eine interinstitutionelle Allianz von zehn Partnerinstitutionen gegründet. Als Host Institution fungiert das Österreichische Archäologische Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Weitere Partner sind die Akademie der bildenden Künste Wien, das Bundesdenkmalamt, der KHM-Museumsverband, die Universität für angewandte Kunst Wien, die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Universität Innsbruck, die Universität Wien sowie die Universität für Weiterbildung Krems und die Technische Universität Wien (TU Wien).
Klaudia Hradil, Leiterin des Röntgenzentrums an der Technischen Universität Wien, fungiert als nationale Koordinatorin von E-RIHS.at und ist für die wissenschaftliche Koordination des nationalen Knotenpunkts verantwortlich. Die Funktion der Konsortialsprecherin, derzeit M. Bianca D’Anna vom Österreichischen Archäologischen Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), ist fix bei der ÖAW angesiedelt. Die Vertretung Österreichs in der Generalversammlung des E-RIHS ERIC obliegt Bettina Glaser vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Zentrale Vorhaben von E-RIHS.at sind die Förderung des interdisziplinären Forschungsansatzes von Heritage Science, die Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen der HS Academy sowie Dissemination und Öffentlichkeitsarbeit. Die Beteiligung Österreichs an E-RIHS ERIC stärkt das nationale Netzwerk von Wissenschafter:innen und Partnerinstitutionen und ermöglicht den Zugang zu europaweiter Spitzenforschungseinrichtungen, wissenschaftlicher Ausrüstung, innovativen Methoden und wertvollen Datenbeständen.