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Hohe Auszeichnung für ÖAW-Klassenpräsident Wolfgang Baumjohann

Für seine Verdienste um den steirischen Wissenschaftsstandort hat die Steiermärkische Landesregierung Wolfgang Baumjohann, dem ehemaligen Direktor des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst I. Klasse verliehen.

24.11.2025
LH Kunasek und LH-Stv. Khom überreichten Wolfgang Baumjohann das Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst I. Klasse. © Land Steiermark/Robert Frankl

Am 20. November 2025 wurde der renommierte Weltraumforscher in der Aula der Alten Universität Graz gemeinsam mit vier anderen steirischen Persönlichkeiten ausgezeichnet.

"Er war und ist ein Pionier, der die Augen Österreichs gen Himmel gerichtet hat", betonte LH Kunasek.

Landeshauptmann Mario Kunasek würdigte Baumjohann als Pionier, der die Augen Österreichs gen Himmel gerichtet habe. "Seine Karriere sei ein Beweis dafür, dass der menschliche  Geist, ange­trieben von Leidenschaft und Entdeckungswillen, die Grenzen des Bekannten immer wieder aufs Neue verschiebt", betonte Kunasek.

Ein Leben für die Wissenschaft

Prof. Wolfgang Baumjohann war ab 2001 am Institut für Weltraumforschung in Graz tätig, von 2004 bis 2021 war er dessen Direktor. Seit 2022 ist er Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW. Der im Jahr 1950 in Hamm (Westfalen) geborene Wissenschaftler studierte Physik und Geophysik in Münster und forschte am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München. Er hat eine außerplanmäßige Professur an der Ludwig Maximilians-Universität München und ist Honorarprofessor der Technischen Universität Graz. Er hat auf vielen Gebieten der Weltraumplasmaphysik gearbeitet und war, teilweise federführend, in zahlreiche Satellitenmissionen in den erdnahen Weltraum und zu anderen Planeten involviert. Baumjohanns Kontakte zur NASA und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) ermöglichten dem IWF die Beteiligung an großen Missionen wie Magnetospheric MultiScale (MMS) oder BepiColombo, auf deren Ankunft am Merkur er sich besonders freut, war er doch hauptverantwortlich für die Entwicklung des Magnetometers auf der japanischen Raumsonde.
 

Baumjohann ist (Ko-)Autor von mehr als 600 Arbeiten in wissenschaftlichen Journalen und vier Büchern - darunter Basic Space Plasma Physics, ein Standardwerk für jeden Plasmaphysik-Interessierten - und einer der meistzitierten Weltraumwissenschaftler. Er ist Mitglied der ÖAW, der deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Academia Europaea und der International Academy of Astronautics, Fellow der American Geophysical Union und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Vom Land Steiermark erhielt er vor der jetzigen Auszeichnung bereits das Großen Ehrenzeichen und das Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Als Würdigung seiner Leistungen in der Wissenschaftsvermittlung wurde Baumjohann vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten Österreichs zum Wissenschaftler des Jahres 2014 gewählt.

"Das Grazer Weltrauminstitut gratuliert aufs Herzlichste", so Christiane Helling.

"Das Grazer Weltrauminstitut gratuliert seinem ehemaligen, langjährigen Direktor Wolfgang Baumjohann aufs Herzlichste und ist stolz, auf seinen wissenschaftlichen Erfolgen aufzubauen", so IWF-Direktorin Christiane Helling.

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