Expert*innenwissen zu Covid-19 hat seit Beginn der Pandemie eine wesentliche Rolle für die politische Entscheidungsfindung eingenommen. Eine internationale Umfrage soll neue Wege aufzeigen um mit Chancen und Langzeitwirkungen der Krise sinnvoll umzugehen.

Die durch Covid-19 ausgelöste weltweite Krise begleitet uns nun schon über ein Jahr. Wir haben unterschiedliche Phasen durchlebt, von der verspäteten Realisierung des Ausmaßes der Bedrohung und dem folgenden Schockzustand bis hin zu ersten nationalen und zunehmend transnationalen Bemühungen die weltweite Epidemie in den Griff zu bekommen.

In all diesen Phasen spielte wissenschaftliche Expertise eine zentrale Rolle. Wissenschaftler*innen entwickelten Impfstoffe, Therapien und Prognosemodelle, informierten die Öffentlichkeit und berieten die Politik. Hat die wissenschaftliche Gemeinschaft damit aber bereits ihr volles Potenzial an Möglichkeiten ausgeschöpft, unsere Gesellschaft in dieser Krisensituation zu unterstützen?

Wir sind überzeugt, dass es höchste Zeit ist, über blinde Flecken, kurzfristige Perspektiven, disziplinäre Vereinzelung und reaktive Verhaltensweisen des ersten Schockzustandes hinauszuwachsen und diese durch kollektive, umfassende, langfristige und pro-aktive Aktivitäten zu ergänzen. Aus diesem Anlass sammeln wir Einschätzungen und Stellungnahmen von Wissenschaftler*innen unterschiedlichster Länder und Disziplinen:

Welche Effekte und Nebeneffekte bedürfen stärkerer Beachtung? Wo lässt sich die durch die Krise ausgelöste Disruption – so schmerzhaft und kostspielig diese auch ist – punktuell auch in Chancen verwandeln? Und: was können wir heute tun, um ähnliche Krisen in Zukunft unwahrscheinlicher oder auch besser bearbeitbar zu machen? Die aggregierte und vergleichende Auswertung dieser Umfrage leistet einen Beitrag dazu, unseren Blick wieder zu weiten und gemeinsam an langfristig tragfähigen Optionen zu arbeiten.

Laufzeit

05/2021 – 08/2021

Projektteam

Finanzierung