13.06.2018

Wittgenstein-Preis an ÖAW-Mitglied Herbert Edelsbrunner

Der Mathematiker vom IST Austria erhält gemeinsam mit der Ethnomusikologin Ursula Hemetek den höchstdotierten Wissenschaftspreis Österreichs.

Eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen Österreichs geht in diesem Jahr an ein Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW): Herbert Edelsbrunner, Mathematiker und Informatiker am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) und seit 2014 wirkliches Mitglied der ÖAW, wurde mit dem mit 1,4 Millionen Euro dotierten Wittgenstein-Preis des Wissenschaftsfonds FWF geehrt. Ausschlaggebend für die Entscheidung der mit internationalen Expert/innen besetzten Jury des Preises waren die exzellenten Forschungen, die Edelsbrunner auf dem Gebiet der Computergeometrie und Computertopologie in den vergangenen Jahren erbracht hat.

Wesentliche Beiträge zur Computergeometrie

Edelsbrunner beschäftigt sich in diesen Gebieten an der Schnittstelle zwischen Informationswissenschaften und Mathematik mit der computergesetzten Umsetzung von geometrischen und topologischen Sachverhalten sowie mit deren Anwendung in verschiedenen Bereichen der Natur- und Technikwissenschaften. Er leistete im Zuge dieser Forschungen wesentliche Beiträge zum Aufbau der Computergeometrie und war an der Begründung der Computertopologie maßgeblich beteiligt. Forschungen, die nun durch den Wittgenstein-Preis weiter stimuliert werden. Erklärtes Ziel des Preisträgers ist es, Wien und Österreich als weltweit führenden Forschungsstandort in diesen Fachbereichen zu etablieren.

Der jährlich vergebene Wittgenstein-Preis richtet sich an exzellente Forscher/innen aller Fachdisziplinen. Mit einem Preisgeld von jeweils 1,4 Millionen Euro verschafft er den Preisträger/innen zusätzliche Freiheit und Flexibilität bei der Durchführung ihrer Forschungen. In der diesjährigen Preisvergabe konnten sich Edelsbrunner und Ursula Hemetek, Ethnomusikologin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, gegen 19 weitere exzellente Wissenschaftler/innen durchsetzen.