18.11.2015

KLIMAKILLER STICKSTOFF?

Die ökologischen Folgen der globalen Stickstoffüberlastung stehen am 24. November 2015 im Zentrum eines Symposiums an der ÖAW, das Expert/inn/en aus ganz Europa versammelt.

Ohne Stickstoff kein Leben. Er macht 78 Prozent der Erdatmosphäre aus. Pflanzen brauchen ihn, um zu wachsen, Menschen und Tiere benötigen ihn für das Protein ihrer Muskeln. Als Baustein aller Aminosäuren ist Stickstoff an sämtlichen Stoffwechselprozessen von Lebewesen beteiligt. Doch die Dosis macht das Gift: Ein Zuviel an Stickstoff gefährdet Gesundheit und Klima.

ZUVIEL STICKSTOFF BELASTET MENSCH UND UMWELT

An der Überdosierung hat der Mensch einen erheblichen Anteil, etwa durch künstliche Düngung oder durch Verbrennungsprozesse in Automotoren und Industrieanlagen. Das Symposium „The Nitrogen Cascade. Updates on Sources – Environment Impacts – Solutions“ untersucht die Auswirkungen eines überlasteten Stickstoffkreislaufs auf Böden, Ozeane, Klima und den Menschen.

Auf Einladung der Kommission Klima und Luftqualität der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) diskutieren am 24. November 2015 Expert/inn/en aus ganz Europa Maßnahmen, die auf globaler und regionaler Ebene durchgeführt werden können, um die Umweltbelastungen durch zu hohe Stickstoffemissionen zu reduzieren. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Denn ab 30. November kommen bei der UN-Klimakonferenz in Paris Vertreter/innen von mehr als 190 Ländern zusammen, um u.a. neue Vereinbarungen zur Reduktion der weltweiten CO2-Emissionen zu treffen. Weniger beachtet, werden dort auch die Stickstoffemissionen thematisiert werden.

Beim Symposium an der ÖAW diskutieren David Fowler, Wissenschaftsdirektor des Center for Ecology and Hydrology in Edinburgh und ein international anerkannter Experte zu atmosphärischen Stoffkreisläufen von Schadstoffen und Treibhausgaben, Heidi Foth, Direktorin des Instituts für Umwelttoxikologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung, Hans van Grinsven, Bodenkunde-Forscher der holländischen Umweltagentur PBL sowie Sarah Cornell, renommierte Biogeochemikerin am Stockholm Resilience Centre.

Symposium „The Nitrogen Cascade. Updates on Sources – Environment Impacts – Solutions“

Zeit: Dienstag, 24. November 2015, 14:00 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Das Symposium ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.oeaw.ac.at/kl

 

RÜCKFRAGEHINWEIS

Sven Hartwig
Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
+43 1 51581-1331
sven.hartwig(at)oeaw.ac.at

Wissenschaftlicher Kontakt
Wilfried Winiwarter
Kommission Klima und Luftqualität der ÖAW
und
Mitigation of Air pollution & Greenhouse gases (MAG)
IIASA
Schlossplatz 1, 2361 Laxenburg
T +43-2236-807-479
winiwart(at)iiasa.ac.at

 


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