24.04.2020

Die Macht des digitalen Profils

Im Rahmen einer Akademievorlesung veranschaulichte der Informatiker René Mayrhofer an der ÖAW die Chancen und Risiken, die mit Bewegungsdaten und anderen personenbezogenen Daten verbunden sind. Der Vortrag ist hier und auf dem YouTube-Kanal der ÖAW in voller Länge nachzusehen.

Notwendige Corona-Tools oder gefährliche Datensammler? An Corona-Apps, mit denen persönliche Kontakt- und Bewegungsdaten zur Eindämmung der Pandemie aufgezeichnet werden sollen, scheiden sich gegenwärtig die Geister. Die Herausforderung, die hinter dieser aktuellen Streitfrage steckt, wird in der Wissenschaft schon seit längerem diskutiert: Welche persönlichen Daten sind bereitzustellen, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen – und welche nicht?

René Mayrhofer, Professor für Netzwerke und Sicherheit an der Johannes Kepler Universität Linz, widmete sich dieser Frage im Vorjahr an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eingehend. Im Rahmen einer Akademievorlesung stellte der ehemalige Sicherheitschef des Smartphone-Systems Android unter dem Titel „Aktuelle Entwicklungen zu digitalen Identitäten“ zur Debatte, welche Gefahren und Notwendigkeiten mit digitalen Profilen verbunden sind. Und verriet dabei auch, warum gerade die derzeit so intensiv diskutierten Bewegungsdaten erstaunlich viel über Krankheiten, religiöse Zugehörigkeiten und viele andere Eigenschaften einer Person verraten können.

 

 

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Bei den Akademievorlesungen der ÖAW bieten internationale Expert/innen spannende Einblicke in gesellschaftlich und wissenschaftlich hochaktuelle Themen. Alle Akademievorlesungen sind in voller Länge auf dem YouTube-Kanal der ÖAW zu finden. 

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