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Eine Bibliothek aus Stein auf der Insel der Isis

Das ÖAW-Projekt „Edition der Tempelinschriften von Philae“ und seine aktuellen Arbeiten in Ägypten

Holger Kockelmann (Heidelberger Akademie der Wissenschaften/Philae-Projekt OREA)

22.11.2017
© Holger Kockelmann

Als Touristenmagnet, UNESCO-Weltkulturerbe und epigraphisches Forschungsobjekt ersten Ranges zählt die Tempelanlage der Insel Philae bei Assuan zu den bedeutendsten antiken Monumenten Ägyptens. In ihrem Zentrum steht der große ptolemäisch-römische Tempel der Isis, welcher von rund einem Dutzend kleinerer Heiligtümer und Kultgebäude umgeben ist. Wie eine auf Stein übertragene Tempelbibliothek gibt die umfängliche hieroglyphische Dekoration dieser Bauten detaillierten Aufschluß über die lokalen religiösen Vorstellungen und Kulte. Der Vortrag vermittelt einen Überblick zur Theologie und rituellen Wirklichkeit sowie zur antiken und modernen Geschichte des in seiner Art einmaligen Kultortes. Überdies gewährt er Einblicke in die laufende Feldforschung und Editionsarbeit des Philae-Projektes der ÖAW (Institut OREA), das sich der Bearbeitung und Publikation der Inschriften des Isis-Tempels und seiner Nebenbauten widmet.

 

OREA Seminarraum, Hollandstraße 11–13, 1020 Wien