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EIN VERGLEICH DER WEGE ZUM NEOLITHIKUM IN DER ZENTRALLEVANTE UND IN DEN FUSSGEBIRGEN DES ZAGROS

Lecture by Nicholas Conard, Universität Tübingen

04.10.2016

In den Jahren 1999–2010 führte die Universität Tübingen umfangreiche Geländearbeiten in der Provinz Damascus in Syrien durch. Seit 2004 fanden ähnliche Ausgrabungen und Surveys auch im Zagros-Gebirge im westlichen Iran statt. Beide Regionen waren zuvor verhältnismäßig schlecht erforscht.

Anhand dieser Forschungsprojekte ist es möglich, sehr unterschiedliche Wege zum Neolithikum in den beiden Regionen zu dokumentieren. Der Vortrag präsentiert den Forschungsstand zu den Ausgrabungen im Abri Baaz, in der Kaus Kohzah- und der Ain Dabbour-Höhle in Westsyrien sowie in Chogha Golan in der Provinz Ilam, Iran. In beiden Regionen helfen Survey-Ergebnisse, das durch Ausgrabungen gewonnene Bild zu vervollständigen. In der Zentrallevante führen die Entwicklungen über eine besondere Ausprägung des Natufiens, während im Zagros-Gebirge die ersten Tells bereits am Ende des Jüngeren Dryas am Ende der letzten Eiszeit entstehen.

Vergleichende Analysen dokumentieren unterschiedliche Schritte zum Neolithikum und unterstreichen die vielfaltigen Prozesse, die zum Neolithikum führen können.

 

OREA Lecture Room, Hollandstraße 11–13, 1020 Wien