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Connectivity and Localism

Symposium

ÖAI, Athen

22.11.2018
Ο Ανώνυμος της Λούκκα, Portolankarte des Ionischen Meeres, erste Hälfte des 16. Jahrhunderts (aus: Γ. Τόλιας, Οι ελληνικοί ναυτικοί χάρτες. Πορτολάνοι 15ος-17ος αιώνας. Συμβολή στη μεσογειακή χαρτογραφία των νεοτέρων χρόνων, Athen 1999, Abb. 29)

In der archaischen Zeit fanden im griechischen Kulturraum Veränderungen statt, die nachhaltig die Entwicklung der mediterranen Welt prägen sollten: Es entstanden neue, differenziertere Formen des städtischen Zusammenlebens sowie monumentale Formen des Bauens, aber auch von Skulptur. Diese Veränderungen sind sicherlich vor dem Hintergrund des Aufblühens der griechischen Polis zu bewerten, aber es stellt sich die Frage, wie diese Innovationen Verbreitung im antiken griechischen Kulturraum fanden.

Netzwerkartige, transmediterrane Verbindungen antiker Gemeinschaften wurden – nicht zuletzt unter dem Einfluss aktueller Globalisierungsdiskurse – in jüngerer Zeit unter verschiedenen methodologischen Gesichtspunkten behandelt. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurden Bestrebungen unternommen, auch die eisenzeitliche und archaische Mittelmeerwelt als gemeinsamen, gleichsam proto-globalen Kommunikations- und Transaktionsraum zu verstehen und zugleich althergebrachte Narrative zur griechischen Kolonisation im Mittelmeerraum zu hinterfragen. In zunehmendem Maße betonen jüngere Untersuchungen allerdings zugleich auch die spezifisch lokalen Formen der Aneignung und Adaption von Waren, Technologien und Moden in den zahlreichen Mikroregionen des antiken Mittelmeerraumes.

Um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Stadtentwicklung und Architektur der archaischen Zeit fokussiert zu diskutieren, widmet sich das internationale Symposium “Connectivity vs. Localism: Architecture, Urban Planning and Social Interaction in Greek Archaic Communities of the Northern Peloponnese, Southern Italy and Sicily” ausgewählten Monumenten und Fundstellen der genannten Regionen, die durch die Gründung von apoikiai während des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. historisch eng miteinander verknüpft waren. Vorrangiges Ziel des Symposiums ist es, den Charakter und die Geschwindigkeit der Veränderungen im Städtebau und in der Architektur dieser Gebiete zwischen dem späten 8. und dem 6. Jahrhundert v. Chr. aus einer multilateralen Perspektive zu beleuchten. Auf der Basis neuer Erkenntnisse der archäologischen Bau- und Stadtbauforschung sollen die materiellen Hinterlassenschaften und die dahinterstehenden Akteure sowohl in ihren lokalen Zusammenhängen als auch im Rahmen größerer Transaktionswelten kritisch beleuchtet werden.
 

Veranstaltung:

Symposium zur OEAI Lecture Series Archaic Mediterranean:
»Connectivity vs. Localism: Architecture, Urban Planning and Social Interaction in Greek Archaic Communities of the Northern Peloponnese, Southern Italy and Sicily«

Termin:

22.-23. November 2018

Ort:

ÖAI, Athen
Leoforos Alexandras 26, GR-10683 Athen

Veranstalter:

ÖAW-ÖAI