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Ö1 Betrifft Geschichte

Der Poseidon-Tempel von Samikon eine Kultstätte am Ionischen Meer

In der Sendereihe »Betrifft Geschichte« berichtet Birgitta Eder, Leiterein der Aussenstelle des Österreichischen Archäologischen Instituts in Athen, über ihre Forschungen in Kleidi-Samikon

19.01.2026

An der Westküste der griechischen Halbinsel Peloponnes, eingebettet in eine beeindruckende Lagunenlandschaft, liegt der Fundort Kleidi bei Samikon. Schon seit mykenischer Zeit ist dieser Ort bewohnt. Jahrhunderte später entstand in der Nähe dieser Siedlung ein bedeutendes Heiligtum des griechischen Meeresgottes Poseidon –der Tempel galt als Kultzentrum der Städte Triphyliens, wie diese Region der Peloponnes in der Antike genannt wurde. So berichtet es der antike Geograph Strabon. Unter Federführung des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) ist ein internationales Forschungsteam dieser Überlieferung gefolgt und dank eindeutiger geophysikalischer Befunde fündig geworden. Bei Ausgrabungen kamen die Überreste eines monumentalen Tempels ans Licht. Erste Datierungen verweisen auf das 6. Jahrhundert vor Christus. Doch viele Fragen sind noch offen. Die baulichen Überreste werden derzeit von dem internationalen Team dokumentiert und das antike Kultgeschehen, die landschaftliche Entwicklung und die politische Bedeutung des Heiligtums von den Wissenschatlern und Wissenschaftlerinnen beleuchtet.

Birgitta Eder leitet die österreichische Seite dieser Arbeiten. Die Projektberichte skizzieren ein faszinierendes Bild des Kultortes, das die Archäologin anhand der gewonnenen Forschungserkenntnisse und der Grabungsgeschichte nachzeichnet.