MECHANISCHE MUSIKINSTRUMENTE


Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Bestellungen

Zwei weitere Publikationen zu mechanischen Musikinstrumenten sind im Verlag Cuvillier, Göttingen, erschienen.


Vol. 8:

MUSIK UM 1600 – DIE AUTOMATEN IN DER KUNSTKAMMER DES KUNSTHISTORISCHEN MUSEUMS

Herausgegeben von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 34, 2013.



Fünf Objekte der Kunstkammer sind mit Musikautomaten ausgestattet: der Trompeterautomat von 1582, das Schiff von 1585, der Bacchuswagen (entstanden in der Zeit von 1602-1606), der Walbaumschrank (um 1620/25) und der Minervawagen (um 1625-30). Sie zählen zu den frühesten klingenden Zeugnissen der europäischen Musikkultur. Aus konservatorischen Gründen war einer Instandsetzung des Trompeterautomaten, des Schiffes und des Bacchuswagen Grenzen gesetzt und die klingende Musik konnte nur mit einer Rekonstruktion wieder hergestellt werden. Die teilweise gut erhaltene Notation der Musik auf den Informationsträgern (Rädern und Scheiben) und die noch funktionstüchtigen Pfeifen und Trommelmembrane der Automaten ermöglichten die Realisation der Musik im ursprünglichen Klangbild. Die Orgelwerke des Minervawagen und des Walbaum-Schrankes konnten soweit in Stand gesetzt werden, dass sie ihre Musik wieder selbständig wiedergeben. Die Automaten spielen zu einer bewegten Szenerie ein thematisch passendes Musikprogramm und machen uns mit einzigartigen Beispielen einer teilweise improvisierenden Aufführungspraxis bekannt. Den Tonaufnahmen sind Bilder der Transkription aller Musikstücke beigefügt.


Vol. 7:

JOSEPH HAYDN – SÄMTLICHE FLÖTENUHREN

Herausgegeben von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 29, 2009



Joseph Haydn hat spezielle Musik für Flötenwerke komponiert, und das offensichtlich in enger Zusammenarbeit mit seinem Kollegen am Esterhazyschen Hof, dem Hofkaplan und Bibliothekar P. Primitivus Niemecz, der sich mit der Herstellung automatischer Orgelwerke einen Namen machte. Von ihm sind zwei signierte Instrumente aus den Jahren 1792 und 1793 erhalten, zwei weitere nicht signierte können ihm mit großer Sicherheit zugewiesen werden. Dazu kommt noch eine Flötenuhr von Johann Joseph Wiest, die bis 1804 in der Deymschen Kunstgalerie in Wien ausgestellt war und so Haydns Kompositionen damals auch in einem öffentlichen Rahmen präsentierte – während die Niemecz-Uhren den privaten Bereich zu Haydns Zeit ja nie verlassen haben. Auf diesen fünf Flötenuhren sind 38 Musikstücke zu hören, 18 sind originale Kompositionen bzw. Einrichtungen Haydns, die anderen hat wahrscheinlich Niemecz, der auch Musiker war und von Haydn Unterricht erhielt, arrangiert bzw. komponiert. Da viele Stücke in Varianten auf zwei oder drei Uhren erscheinen, enthält diese Gesamtausgabe 65 Titel. Die fünf Flötenuhren finden sich heute nach wechselvollem Schicksal verstreut in privatem und öffentlichem Besitz in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Ihr musikalisches Repertoire kann hier erstmals gemeinsam und vollständig vorgestellt werden.


Vol. 6:

KV 594: "EIN STÜCK FÜR EIN ORGELWERK IN EINER UHR" VON W. A. MOZART. EINE VIRTUELLE REKONSTRUKTION

Kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 26, 2008.



Eigentlich sollte Mozarts Adagio und Allegro KV 594 auf einem Orgelautomaten eines opulenten Schaubildes erklingen, das 1791 zum Angedenken des Feldmarschalls Laudon von Graf Deym in Wien präsentiert wurde, doch technische Probleme dürften verhindert haben, dass dieses Werk überhaupt zum Einsatz kam. Die neue CD des Phonogrammarchivs der ÖAW erweckt die Musik dieser Komposition als virtuelle Rekonstruktion wieder zum Leben. Ohne den mit der Rekonstruktion des Nachfolgestücks KV 608 gemachten Erfahrungen wäre es nicht möglich gewesen Mozarts Adagio und Allegro KV 594 klanglich wiederherzustellen, da für dieses Werk zu seiner Aufführungspraxis so gut wie keine zeitgenössischen Nachrichten vorliegen. So werden hier nun vier mögliche Varianten einer klingenden Rekonstruktion von KV 594 vorgestellt, die den ursprünglichen Intentionen des Bestellers und Mozarts wohl sehr nahe kommen dürften. Das Besondere ist, dass diese Musik wahrscheinlich nie eine historische Aufführung erlebt hat und nun erstmals im „authentischen Klang“ zu hören ist, der wieder aus den entsprechend gewählten Registern eines wirklichen Orgelinstruments bezogen wird. Ein ausführliches Booklet beleuchtet die Aspekte der historischen Situation im Jahr 1791 und ihre Umsetzung in eine virtuelle Rekonstruktion der Musik.


Vol. 5:

KV 608: MOZARTS ALLEGRO UND ANDANTE (FANTASIE IN F) FÜR EINE ORGELWALZE IM "LAUDON MAUSOLEUM". EINE VIRTUELLE REKONSTRUKTION

Kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 24, 2006.

 


Ab 1791 zeigte Graf Deym in seiner Kunstgalerie ein imposantes Schaubild mit lebensgroßen Wachsfiguren, das sogenannte "Laudon Mausoleum". Dazu erklang von einem mechanischen Orgelwerk Mozarts Fantasie KV 608. Der Musikautomat mit der originalen Walze ist seit 1821 verschollen. Der Musikautomaten-Experte Helmut Kowar und die Technikerin Nadja Wallaszkovits vom Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben den Klang nun wiedererweckt. "Verschiedenste Quellen, zeitgenössische Traktate, schriftliche Nachrichten und die Erfahrungen und Befunde zur Musik der damaligen Musikautomaten, die im Zuge eines seit 1980 laufenden Projekts des Phonogrammarchivs gesammelt werden konnten, ließen eine Wiederherstellung der ursprünglichen klanglichen Gestaltung dieses Musikstückes allerdings möglich erscheinen", erklärt Helmut Kowar. Kowar und Wallaszkovits programmierten, ausgehend von dem in der neuen Mozart-Gesamtausgabe publizierten Notentext, Artikulation und Tempo der Musik. Den "authentischen" Klang gewannen sie durch eine entsprechende Registerwahl an einem wirklichen Orgelinstrument. Eine virtuelle Rekonstruktion" mit ausführlichem Booklet bietet fünf unterschiedliche Varianten der virtuellen Rekonstruktion der Mozart-Fantasie an.


Vol. 4:

WIENER FLÖTENWERKE DES BIEDERMEIER

Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 21, 2004.

 



Im Anschluß an die Flötenuhren um 1800, dem Thema der vorangegangenen CD, präsentiert diese CD die großen Flötenwerke der Biedermeierzeit, die zumeist in Schreibsekretären anzutreffen sind. Diese Instrumente dokumentieren eine ausgeprägte Vorliebe des damaligen Publikums für die Oper.
Das Repertoire der typischen Wiener Flötenwerke des Biedermeier wird zunächst von Rossini beherrscht, daneben war auch Boieldieu sehr beliebt. Weiters sind Komponisten wie Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti und Mercadante auf der CD vertreten.
Vieles spricht dafür, daß die Bestiftung der Walzen sich am damals gerade üblichen Vortrag orientierte. Mit fließenden Übergängen, agogischen Freiheiten und Solokadenzen der Singstimmen in den Arien und Duetten überliefern die Flötenwerke die zeitgenössische Aufführungspraxis, wie sie kein Notentext mitteilen kann.


Vol. 3:

WIENER FLÖTENUHREN UM 1800

Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 12, 2002.

 


Flötenwerke sind in Wien um und nach 1790 bekannt geworden. Die in den Uhren befindlichen kleineren Flötenwerke kamen aber bald wieder aus der Mode und sind daher der Frühzeit in der Geschichte der Wiener Flötenuhr zuzuordnen. Diesen frühen Instrumenten ist die vorliegende CD gewidmet.
In musikalischer Hinsicht läßt sich der Beginn dieser Spezies von Musikautomaten in Wien geradezu als sensationell bezeichnen: Haydn, Mozart und Beethoven komponierten für die neuartigen Spielwerke. Die CD berücksichtigt diesen Aspekt mit der Wiedergabe aller Kompositionen von Haydn, welche die Flötenuhr von P. Primitivus Niemecz aus dem Jahr 1792 spielt. Das übrige Programm der CD bringt die Musik, die sich die Käufer von Flötenuhren in der Regel auf die Walzen haben setzen lassen: die damaligen Zugstücke aus Ballet und Oper, oder die neueste Tanzmusik.


Vol. 2:

KAMMSPIELWERKE AUS WIEN UND PRAG: OPERNMELODIEN

Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 10, 2000.
  

 


Diese CD steht ganz im Zeichen der Oper. Das Programm besteht aus verschiedensten Opernmelodien, die im 19. Jahrhundert Furore machten, einige davon heute wenig bekannt oder gar vergessen. Repräsentativ für die allgemeine Verteilung und Struktur innerhalb des Opernrepertoires auf österreichischen Spieldosen verschafft sie uns heute einen Eindruck davon, welche Musik damals beliebt war und von den Menschen gerne gehört wurde.


Vol. 1:

KAMMSPIELWERKE AUS WIEN UND PRAG: TANZMUSIK

Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar.
OEAW PHA CD 6, 1999.