Im Rahmen dieses Kurzprojekts für das Landwirtschafts- und Umweltministerium wurde ein Konzept zur Vernetzung der raumbezogenen Forschungslandschaft in Österreich durch eine gemeinsame, datenbankgestützte Internetplattform erarbeitet.
Dieses Portal erfasste die forschenden Institutionen und Personen, machte laufende und abgeschlossene Projekte ersichtlich und die Forschungsergebnisse (Berichte, Bücher, Artikel, Datenbestände) soweit wie möglich digital zugänglich.
Die österreichische Forschungslandschaft im Bereich der raumbezogenen Forschung im weiteren Sinne stellt sich heterogen und bislang wenig vernetzt dar und verfügt über keine gemeinsame Webplattform. Der vorliegende Projektbericht stellt im Auftrag der Forschungsabteilung des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft Informationen, Anregungen und Einschätzungen zusammen, die sich auf die Idee des Aufbaus einer solchen Plattform beziehen. Das Portal soll eine Weiterentwicklung jenes elektronischen Forschungsverwaltungssystems werden, welches derzeit unter dem Akronym DaFNE implementiert wird. Auf Basis einer Darstellung unterschiedlicher technisch-organisatorischer Optionen, werden verschiedene Module, wie ein Publikationsarchiv, eine kommentierte Linksammlung, ein Online-Newsletter usw. für das Portal empfohlen. Da selbst eine perfekte technische Infrastruktur nicht sicherstellen könnte, dass das Portal auch seinen Zweck, nämlich die kommunikative und inhaltliche Vernetzung der Forschungscommunity, nachhaltig erfüllt, sind ein wesentlicher Teil des vorgeschlagenen Konzepts Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung, die auf nationalen und internationalen Erfahrungen mit ähnlichen Projekten beruhen. Die hier gemachten Vorschläge reichen von der organisierten Sicherung der Datenqualität über begleitende Maßnahmen zum Communitybuilding bis zur Beachtung verschiedener internationaler Standards. In einem Exkurs wird die noch weitergehende Vision eines Informationssystems mit einem geographischen Interface (GIS) ausgelotet. Es wird empfohlen, dieses in Erweiterung des ressortinternen eGIS-Systems schrittweise zu implementieren, jedoch auf die aus Forschungsprojekten stammenden raumbezogenen (quantiativen und qualitativen) Daten zu beschränken.