WZMA („Wasserzeichen des Mittelalters“) ist das zentrale österreichische Forschungsinstrument zur Erschließung und Analyse von Wasserzeichen in mittelalterlichen Handschriften. Das bereits 1999 als weltweit erstes Online-Repositorium seiner Art etablierte System ermöglicht heute (Stand 2025) die Recherche zu über 21.000 Wasserzeichen in rund 2.000 Manuskripten.

Die Datenbank geht über eine bloße Bildpräsentation hinaus: Sie bietet differenziert strukturierte Metadaten, insbesondere zu chronologischen und typologischen Zusammenhängen der Wasserzeichen. Diese Kontextualisierung erlaubt neue Erkenntnisse zur Überlieferungsgeschichte sowie zur historischen Einordnung der Trägermaterialien.

Der Datenbestand wird kontinuierlich im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen erweitert. Die Plattform ist mehrsprachig ausgelegt und ermöglicht eine zeitgemäße, präzise Recherche.

Durch die Verknüpfung mit dem Webportal manuscripta.at können die verzeichneten Wasserzeichen unmittelbar mit den entsprechenden Handschriftenbeständen verbunden werden. Sämtliche Informationen werden transparent dokumentiert und sind wissenschaftlich nachvollziehbar.

In enger Zusammenarbeit mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt WZIS (Wasserzeichen-Informationssystem) wird das System kontinuierlich um funktionale Erweiterungen ergänzt. Zudem ist WZMA in das internationale Netzwerk Bernstein – The Memory of Paper eingebunden und damit Teil eines globalen digitalen Systems papiergeschichtlicher Repositorien.

WZMA etabliert sich somit als innovativer, international anschlussfähiger Standard für die papierhistorische Forschung im Bereich mittelalterlicher Schriftkultur.

Maria Theisen
IMAFO | ÖAW

Maria Stieglecker
IMAFO | ÖAW

 

Projekt

WZMA