Dieses Projekt zielt darauf ab, eine Datenbank zu erstellen, die auf Syrisch (ursprünglich ein Dialekt der alten Sprache des Aramäischen) verfassten Gebete enthält, die in Handschriften und Fragmenten (Reste von Manuskripten, ganze Seiten oder Teile einer Seite) erhalten geblieben sind. Wie bei einem Puzzle versucht das Projekt, mögliche Verbindungen zu finden, um diese Teile der syrischen Gebetstradition zu verknüpfen, damit Wissenschaftler und Studenten das Gesamtbild der liturgischen Texte besser erkennen und erforschen können. Die Forschungsfragen des Projekts gehen davon aus, dass diese liturgischen Handschriften als Hauptbücher für den christlichen Gottesdienst dienten. Während sie in den christlichen Versammlungen gebetet wurden, wurden sie auch als Texte niedergeschrieben. Später verbreiteten sich diese Gebetstexte kulturübergreifend und wanderten auf unterschiedlichen, teilweise unbekannten, Wegen an verschiedene geografische Orte (sogar über Kontinente hinweg). Es sind noch viele Probleme zu lösen, um die genaue Beziehungen zwischen diesen syrischen Gebetstexten zu ermitteln, auf der Ebene der Manuskripte und der verstreuten Fragmente ebenso, wie auf inhaltlicher Ebene, etwa inwieweit Inhalte voneinander übernommen worden sind.

Zentral für die Aufbereitung der Texte für die Datenbank ist der Einsatz fortschrittlicher OCR- (Optical Character Recognition) und HTR- (Handwritten Text Recognition) Technologie zur effizienten Transkription der syrischen Schrift aus Manuskriptbildern.

Hierbei handelt es sich um das Bestreben, die liturgischen Handschriften umfassend zu beschreiben, zu erfassen, und eine digitale Datenbank ihrer Texte aufzubauen. Dies wird es dem Projekt ermöglichen, seine Ziele zu erreichen, indem zum ersten Mal eine Open- Access-Datenbank für alle syrischen liturgischen Texte bereitgestellt wird. Auf Grundlage dieser Datenbank wird es möglich, den Inhalt von Handschriften und Fragmenten zu identifizieren, sowie die Einflüsse der Texte aufeinander in sprachlicher, motivischer und theologischer Hinsicht zu erkennen.

Projektleiter & Kontakt

Ephrem Aboud Ishac | PI

aboud.Ishac[at]oeaw.ac.at

Förderung

FWF (Austrian Science Fund)

Projektdauer

1. September 2023 – 31. August 2026

 

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