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SCHÖNE FEIERTAGE!

Mit Strauss ins neue Jahr

19.12.2025
Kommodenuhr mit schwarzem Gehäuse, links und rechts je zwei weiße Säulen auf Sockel
Kommodenuhr © Phonogrammarchiv, H. Kowar

Gewiss, die Musik von Johann Strauss Sohn (1825–1899) mag heuer anlässlich seines 200. Geburtstages „in aller Ohren“ gewesen sein. Und doch möchten wir den Fokus zum Abschluss des Jubiläumsjahres noch auf ein weniger beachtetes Medium lenken, das im 19. Jahrhundert bei der Verbreitung der Melodien des „Walzerkönigs“ eine wichtige Rolle gespielt hat: das Kammspielwerk.
 


  

 

Vorzugsweise im Sockel von Uhren eingebaut, erfreute sich das Kammspielwerk zum Nachhören populärer Melodien in den eigenen vier Wänden großer Beliebtheit, vor allem bei Angehörigen des Adels und des Bürgertums. Neben gekürzten Versionen von Walzern (die originale Spieldauer von „Wiener Blut“ beträgt über zehn Minuten) erklangen auf Kammspielwerken und anderen Automaten zudem Volks- und Kunstlieder, Märsche oder Themen aus Opern und Operetten. Unter diesen Stücken fanden sich auch zahlreiche „Schlager“ der Familie Strauss. Davon zeugen die im Rahmen des Langzeitprojekts „Dokumentation mechanischer Musikinstrumente“ in den Jahren 1980 bis 2018 erstellten und in Auswahl auf CD publizierten Aufnahmen.

Übrigens gibt es noch eine weitere Verbindung zwischen Johann Strauss und dem Phonogrammarchiv: den Walzer „Schallwellen“. Uraufgeführt wurde er anlässlich des Technikerballs 1854 just im Sophienbad-Saal – also in den heutigen Sofiensälen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft unseres neuen Standorts (Wien III., Kegelgasse 27) befinden.

 

Das Team des Phonogrammarchivs wünscht angenehme Feiertage und einen beschwingten Start ins neue Jahr!