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Offizieller Start des Fonoteka-Projekts mit hohem Besuch

Delegation der Akademie der Wissenschaften Usbekistans und Projektpartner aus Deutschland zu Gast am Phonogrammarchiv

22.09.2023

Die letzten beiden Septemberwochen standen am Phonogrammmarchiv ganz im Zeichen des Fonoteka-Projekts, das mit vollem Titel seine wesentlichen Ziele bereits preisgibt: The Fonoteka of the Uzbek Academy of Sciences Institute for Art Studies – a Trilateral Infrastructure and Capacity Building Project (D-UZ-A): Restoring, Digitizing, Cataloguing and Digitally Storing the Fonoteka’s Audio Collections and Accompanying Materials for Academic and Public Access
 

Ein einzigartiges kulturelles und wissenschaftliches Erbe

Gefördert von der VolkswagenStiftung und ko-finanziert von der Abteilung für Internationale Beziehungen der ÖAW, widmet sich das Phonogrammarchiv über einen Zeitraum von drei Jahren gemeinsam mit drei Partnerinstitutionen dem Erhalt und der Zugänglichkeit der Bestände der Fonoteka, die ein einzigartiges kulturelles und wissenschaftliches Erbe Usbekistans beherbergt.

 

Partnerinstitutionen

Zu den Partnern des Projekts zählen neben dem Institut für Kunstwissenschaften der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan, an der die Fonoteka beheimatet ist (Zulfiya Muradova), das Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim (Michael Fuhr & Lukas Lessing) und die Verbundzentrale Göttingen des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (Frank Dührkohp). Unterstützt wird das Projekt im Bereich Datenmodellierung und IT zusätzlich von der Programmfabrik Berlin (Sebastian Klarmann).
 

Projekttreffen und Training im Bereich Audio-Technik

Neben einem dreitägigen Treffen der Projektpartner diente der Besuch der usbekischen Delegation auch einem zweiwöchigen praktischen Workshop auf dem Gebiet der Audio-Technik. So wiesen Will Prentice und Bernhard Graf, unterstützt von Katrin Abromeit und Johannes Spitzbart, Dmitriy Timonin und Timur Muradov in die Grundlagen der Digitalisierung und Konservierung historischer Tonträger ein – eine Einführung, die bei weiteren Workshops in Taschkent ihre Fortsetzung finden wird.

Hoher Besuch

Flankiert wurden die Tätigkeiten im Rahmen des eigentlichen Fonoteka-Projekts von einem Besuchsprogramm für den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan, Bekhzod Yuldashev, der einer Einladung von Kerstin Klenke, der Leiterin des Phonogrammarchivs, nach Wien gefolgt war. Zentraler Programmpunkt neben dem Besuch des Phonogrammarchivs und mehrerer Institute der ÖAW (IFI, HEPHY, SMI und ÖAI) war ein Treffen mit Präsident Heinz Faßmann. Im Rahmen dessen wurde ein Side Letter zu dem bereits bestehenden Memorandum of Understanding zwischen den beiden Akademien unterzeichnet, der den beiderseitigen Wunsch nach Intensivierung der Zusammenarbeit bekräftigt.

 

Ausklang

Seinen Ausklang fand das Treffen der Projektpartner bei einem informellen Zusammensein gemeinsam mit Präsident Bekhzod Yuldashev, Matthias Nöllenburg, dem für das Förderprogramm zuständigen Referenten der VolkswagenStiftung, und Bernhard Plunger, dem Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen der ÖAW, der den Besuch von Präsident Yuldashev maßgeblich mit vorbereitete und begleitete. 

 

Weitere Schritte im Projekt

Das nächste Projekttreffen, im Rahmen dessen es weitere Workshops in den Bereichen Restaurierung und Digitalisierung, Rechteklärung- und management sowie Katalogisierung geben wird, wird Ende Februar bis Anfang März in Taschkent stattfinden. Das Phonogrammarchiv wird dort mit Kerstin Klenke, Katrin Abromeit, Maria Kadiri und Will Prentice vertreten sein.