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Das Phonogrammarchiv startet mit neuen Drittmittelprojekten in den Sommer

Dreijährige Förderungen der VolkswagenStiftung und des BMBWF

03.07.2023
Eine Reporter-Tonbandmaschine aus dem historischen Gerätepark der Fonoteka. © Kerstin Klenke

Der Sommerferienauftakt ist Projektauftakt für das Phonogrammarchiv und seine Kooperationspartner in gleich zwei neuen Drittmittelprojekten – einerseits mit Schwerpunkt Usbekistan, andererseits mit Schwerpunkt Wien:

Fonoteka

Nach langjähriger Vorbereitung konnte das Phonogrammarchiv zum 01. Juni mit dem von der Leiterin des Phonogrammarchivs, Kerstin Klenke, initiierten Projekt The Fonoteka of the Uzbek Academy of Sciences‘ Institute for Art Studies – a Trilateral Infrastructure and Capacity Building Project (D-UZ-A) beginnen. Gefördert wird das Fonoteka-Projekt von der VolkswagenStiftung (Programm: Mittelasien / Kaukasus im Fokus der Wissenschaft) und ko-finanziertüber ein bilaterales Abkommen zwischen der Österreichischen und der Usbekischen Akademie der Wissenschaften.

Das Projekt ist eine Kooperation des Phonogrammarchivs mit der Fonoteka des Instituts für Kunstwissenschaften der Usbekischen Akademie der Wissenschaften, der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds in Göttingen und dem Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim, dem die Projektleitung obliegt. In enger Kooperation mit diesen Partnern wird das Phonogrammarchiv mit seiner international anerkannten Expertise für historische Audio-Sammlungen in den kommenden drei Jahren maßgeblich dazu beitragen, ein einzigartiges Wissenschafts- und Kulturerbe zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sowie Aus- und Fortbildung im Bereich Digitalisierung, Restaurierung und Rechtemanagement übernehmen.

Als erster Schritt zur Umsetzung werden im Juli Kerstin Klenke und Will Prentice, Audio-Techniker des Phonogrammarchivs, nach Taschkent reisen, um gemeinsam mit Zulfiya Muradova, der Leiterin der Fonoteka, räumliche, infrastrukturelle und personelle Vorbereitungen zu treffen. Im September wird dann ein Besuch der usbekischen und deutschen Projektpartner:innen in Wien erfolgen und ein zweiwöchiger Workshop zur Digitalisierung im Phonogrammarchiv für usbekische Kolleg:innen abgehalten werden.
 


 

Applied/Experimental Sound Research Laboratory (ÆSR Lab)

Mit Förderung des BMBWF im Programm (Digitale) Forschungsinfrastrukturen hat zum 01. Juli das Kooperationsprojekt Applied/Experimental Sound Research Laboratory (ÆSR Lab) gestartet. Über den Zeitraum von drei Jahren wird das Phonogrammarchiv mit der Universität für Angewandte Kunst (Zentrum Fokus Forschung), Initiatorin und Projekleiterin, und der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (Artistic Research Center & Institut für Komposition, Elektroakustik und Tonmeister:innen-Ausbildung) ein dreiteiliges mobiles und modulares Klangforschungslabor an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft etablieren.

Als Infrastruktur auf dem aktuellen Stand der Technik soll das Klangforschungslabor interdisziplinäre Forschung und künstlerische Gestaltung fördern und die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien und Methoden vorantreiben. Gemäß seiner spezifischen Expertise ist das Phonogrammarchiv im Kontext des Projekts für das ÆSR – field recording & digitization/restoration laboratory zuständig. Ein gemeinsames, öffentlich leicht zugängliches Verleihsystem sowie Workshops, Veranstaltungen und andere Formen der Vermittlung dienen der Vernetzung zwischen den beteiligten Institutionen und als Scharnier in eine breitere Öffentlichkeit.

Erste Schritte des Phonogrammarchivs nach intensiven Vorbereitungen mit den Kooperationspartnern im ersten Halbjahr werden die Besetzung einer Projektstelle sowie die Beschaffung von Geräten sein.