Zum Projekt
Das Projekt Paul Kretschmer und seine Reise von Wien nach Lesbos (Griechenland) 1901. Kontextualisierung und Restudy (gefördert von der Stadt Wien, 2019) wurde mit 31.05.2022 abgeschlossen.
Ziel des Projekts war die Erforschung der Expedition des Sprachwissenschaftlers Paul Kretschmer (1866-1956), der 1901 zusammen mit seiner Ehefrau Leona Kretschmer (1881-1955) nach Lesbos reiste, um den dortigen Dialekt zu studieren.
Das wichtigste Ergebnis unseres Projekts ist die Digitalisierung und inhaltliche Erschließung aller audiovisuellen Materialien von Kretschmers Reise: 131 Fotos und 3 Tonaufnahmen, die in einer Online-Edition (Deutsch/Griechisch) präsentiert werden.
Die Veranstaltungen
Im Rahmen des Projekts fand eine Reise nach Lesbos (25.05.-31.05.) statt, um die Projektergebnisse dem lokalen Publikum bekannt zu machen.
Dementsprechend wurden mit Unterstützung seitens der Gemeinde Westliches Lesbos sowie lokaler Kulturvereine drei Veranstaltungen in Kalloni (26.05.), in Plomari (27.05.) und in Agiasos (28.05.) organisiert. Die Präsentationen sollten einerseits den Kontext von Kretschmers Reise und ihre Ergebnisse darstellen, andererseits Kretschmers Beitrag zur lokalen Geschichte dieser drei Orte eruieren.
Reaktionen
Die Präsentationen weckten das Interesse der lokalen Bevölkerung, die durch die unveröffentlichten Fotos und die Erzählungen aus den Tagebüchern sowie durch die Tonaufnahmen in Mytilini 1901 die Möglichkeit hatte, (un)bekannte Persönlichkeiten und Seiten der lesbischen Gesellschaft an der Wende zum 20. Jahrhundert zu entdecken. Darüber hinaus wurde die Kooperation zwischen Phonogrammarchiv und lokalen lesbischen Institutionen verstärkt.
