Ziel des Projekts ist es, anhand noch unerschlossener Quellen die ambivalenten Bezugspunkte der kollektiven Erinnerung der Wiener Bevölkerung an die nationalsozialistische Gewalt- und Verlustgeschichte aufzuarbeiten. Ausgangspunkt ist die Psychiatrische Klinik des Wiener AKH, wo 1945 in großen Krankensälen Verfolgte und Anhänger:innen des NS-Regimes, KZ-Überlebende, NSDAP-Mitglieder, Flüchtlinge u.v.a. aufeinandertrafen. Ihre Krankenakten stellen ein bedeutendes Archiv des kollektiven Gedächtnisses dar, das die Rekonstruktion von Identitätsbildungsprozessen im Kontext der traumatischen Kriegserfahrungen ermöglicht.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden mit Schriftsteller:innen in Bühnenformate umgesetzt und durch eine neuartige Webplattform interaktiv vermittelt.

Projekt-Call: Geschichte(n) Wiens: Projekt-Call für zeitgemäße Formen des Erinnerns. Eine Initiative der Stadt Wien zum Republikjubiläumsjahr 2025 (1945/55/95). In Erinnerung an Heidemarie Uhl

ProjektleitungJohannes Feichtinger
ProjektbearbeiterinnenKatja Geiger-Seirafi, Ina Markova
Finanzierung: Stadt Wien MA 7
Projektdauer: 15.5.2025 – 14.5.2026
Webapplikation: fluxguide


Kooperationspartner:innen: Lucile Dreidemy (Universität Wien), Herwig Czech (Medizinuniversität Wien), Julia Jost (Theaterregisseurin und Autorin), Elisabeth Brainin (Psychiaterin und Psychoanalytikerin), Samy Teicher (Psychoanalytiker), Eva Schörkhuber (Autorin)