
Der Widerstand der Partisan:innen in Kärnten/Koroška und die nationale und transnationale Gedächtnisbildung in Österreich, Slowenien und Deutschland stellen nach wie vor ein bemerkenswertes Forschungsdesiderat dar, handelte es sich doch um den stärksten und längsten Widerstand gegen den Nationalsozialismus innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches und in den Zivilverwaltungsgebieten. Ein Manko ist die Quellensicherung und die Zugänglichkeit von Quellen. Weder in Slowenien, noch in Österreich, noch in Deutschland gibt es eine adäquate public history oder Musealisierung dieses Widerstandskampfes mit etwa 3.000 Partisan:innen und ungezählten Unterstützer:innen.
Das Projekt wird entlang von vier Strängen entwickelt:
- Vernetzen von Forschungsinstitutionen, Archive und Museen, die Quellen zum kärntner-slowenischen Widerstand in Österreich und Slowenien haben und für ihre zeithistorische Bildungsarbeit verwenden wollen
- Quellen zur gemeinsamen Nutzung in einer Datenbank identifizieren, erfassen, digitalisieren, übersetzen und digital publizieren
- Forschungsarbeiten von Nachwuchswissenschafter:innen zum Partisanenwiderstand anregen und unterstützen
- Eine integrierte Ereignis- und Gedächtnisgeschichte schreiben
Ziel ist die Einreichung eines internationalen Forschungsantrags
Projektleiter: Peter Pirker
Dauer:
Finanzierung: ÖAW
