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SOUNDS & SIGHTS OF SCIENCE #31

MELOGRAPH: TÖNENDE REKLAME IST DIE BESTE! – vorgestellt von Georg Kräutel-Höfer

05.07.2024

Das werbende Unternehmen hatte wohl ein Faible für effektvolle Reklame beim (bürgerlichen) Publikum, wie ein prominent platziertes Zeitungsinserat aus der Reichspost unterstreicht (Abb.2).


Die Platten selbst gab es in drei Ausführungen und unterschiedlichen Größen:

• Die Melograph-Ton-Platte: komplett aus Gelatine, transparent bzw. in unterschiedlichen Farben eingefärbt; ein Unterlagskarton war beigelegt (vgl. Abb. 4)
• Die Melograph-K-Platte: zweiseitig bespielbar und auf Karton kaschiert (vgl. Abb. 1)
• Die Melograph-M-Platte: wie K, jedoch auf Metall kaschiert (vgl. Abb. 5)

Das System Melograph wurde im Vergleich zu seinen Mitbewerbern in Fachkreisen als technisch ausgefeilter und ernstzunehmender beschrieben. So fand es auch Einzug ins Phonogrammarchiv. Laut dem Inventurregister wurden zwei „Melograph“-Aufnahmeapparate angeschafft. Einer vor 1930 um 600 Kronen, der zweite am 16. November 1935 um nur noch 245 Kronen. Der Preisunterschied erklärt sich durch dokumentierte Liquiditätsprobleme der „Melograph“-Heimtonplatten-Vertriebs G.m.b.H. Katscher & Co, deren Auflösung 1933 und schließlich das Ableben des Erfinders Sigmund Katscher am 24. November 1934.