Zurück

Affektive Annäherungen an ein übersiedelndes Schallarchiv

Abschlussarbeit „On Moving Spaces and Bodies Lost”

07.01.2026
Detailansichten der Installation an der Akademie der bildenden Künste, Bildhauereiateliers, bestehend aus Texten, Riso-Drucken, keramischen Abgüssen von Konservendosen und Archiv-Fundstücken © Jasemin Khaleli
Ausstellung in den Bildhauereiateliers der Akademie der bildenden Künste, Detailansicht © Jasemin Khaleli

Ein Archiv wie das Phonogrammarchiv nach fast einem Jahrhundert umzuziehen, ist nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern macht den Archivkörper auch neu befragbar. Jasemin Khalelis Abschlussarbeit an der Akademie der bildenden Künste im Bereich Critical Studies setzt an diesem Übergangsmoment an und unterzieht den Archivkörper selbst einer phänomenologischen und ethnographischen Betrachtung – „along the archival grain“ (Stoler 2009). So stellt sie die Frage danach, welche Dinge als archivierungs(un)würdig gelten, wie über Tische, Handschuhe und andere bedeutungsvolle Körperausrichtungen Beziehungen zu den Objekten im Archiv entstehen und welche alternativen Erzählungen durch kritische Fabulation gefunden werden können. In der begleitenden Ausstellung wurden auch vormals funktionale und umgedeutete Elemente des Archivs positioniert, etwa Teile der alten Compactus-Rollanlage, Akustikschaum und Miniatur-Fundstücke. 
 

Wir gratulieren Jasemin Khaleli zu ihrem Abschluss an der Akademie der bildenden Künste!