Kunsthistorische und restauratorische Anmerkungen zu Messingguss in der Renaissance: Innsbrucks Schwarze Mander
Das Grabdenkmal Kaiser Maximilians I. scheint von kunsthistorischer Seite seit Vinzenz Oberhammers opus magnum „Die Bronzestandbilder des Maximiliangrabmals in der Hofkirche zu Innsbruck“ (1935) ausbuchstabiert zu sein. Im Rahmen des multidisziplinären Forschungsprojektes über die Schwarzen Mander konnte mit der Fokussierung auf materialtechnische Fragen jedoch auch für die Kunstgeschichte neues Wissen gewonnen werden. Dabei stellte sich heraus, dass in Sachen Forschung zu den „28 gegossen pilder“ so wie sie Maximilian in seinem Testament bezeichnete, längst noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Im Vortrag wird diskutiert, inwieweit Maximilian I. sich mit der Frage des Materials der Metallstatuen auseinandergesetzt und ob es eine Rolle in seinem „Self-Fashioning“ gespielt hat. Gab es dazu konkrete Vorbilder? Weiters wird der Frage nachgegangen, was es mit der angeblichen Vergoldung der Statuen auf sich hatte und warum und wie die „Schwarzen Mander“ zu ihrem Namen kamen. In Zusammenarbeit mit einem Team aus Restauratorinnen der Tiroler Landesmuseen, das umfassende Korrosionsanalysen vornahm, konnten bereits einige Fragen geklärt werden. Deren erste Ergebnisse werden stellvertretend vorgestellt.
Informationen
mit Ursula Marinelli
8. September 2026
Beginn: 18:00 Uhr
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien
Alte PSK | 3. Stock | Raum 2
HYBRID-VORTRAG
Wir bitten um Anmeldung
bis 4. September 2026.
Kontakt:
Julia Anna Schön
managing-maximilian(at)oeaw.ac.at

