Die Archäologie auf dem Balkan wurde lange Zeit von den geopolitischen und imperialen Bestrebungen Österreichs/Österreich-Ungarns, Frankreichs, Italiens und Deutschlands geprägt. Von den 1860er Jahren bis 1941 führten diese Mächte aufgrund verschiedener politischer und wirtschaftlicher Interessen umfangreiche Forschungen in Albanien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Serbien und Slowenien durch. Das Projekt untersucht, wie diese historischen Kontexte die archäologische Praxis beeinflussten. Als Quellen dienen Veröffentlichungen und Archive in den jeweiligen Ländern. Ergebnisse werden auch in Karten visualisiert. Durch Workshops, Konferenzen und Ausstellungen soll das öffentliche Bewusstsein für die Abhängigkeit der Archäologie von historischem Kontext und lokaler Kooperation geschärft werden.

Projektleiter: Maximilian Georg
Kooperation: Universität Ljubljana
Finanzierung: Europäische Union, Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA)
Dauer: 01.10.2024-30.09.2026

Kooperationspartner:
Department of Archaeology, University of Ljubljana (Predrag Novaković)