Der Nationalsozialistischen Soldatenring (NSR) war ein 1936-38 in Österreich bestehender illegaler Verband nationalsozialistischer Soldaten, Offiziere und Exekutivbeamten. Diese Organisation, die im Sinne der nach dem gescheiterten Juliputsch 1934 von den Nationalsozialisten eingeschlagenen „evolutionären Strategie“ verdeckt operierte, wurde bisher von der zeithistorischen Forschung kaum beachtet.
Aufbauend auf die Ergebnisse der Forschungsprojekte „Regionale und instanzliche Unterschiede in Entnazifizierungsverfahren in Österreich am Beispiel der Mitglieder des Nationalsozialistischen Soldatenrings“ und „Der Nationalsozialistische Soldatenring 1936-38“ werden der NSR, seine Mitglieder, Organisationsformen und Tätigkeiten, sowie der Umgang mit den Mitgliedern nach 1945 im Rahmen der Entnazifizierung in der Monografie „Der NS-Soldatenring 1936-38 und die Entnazifizierung seiner Mitglieder. Zwischen Hochverrat und prahlerischem Opportunismus“ aufbereitet. Das Buchprojekt bietet neue Erkenntnisse hinsichtlich der Unterwanderung der bewaffneten Macht durch die illegale NSDAP und deren Bagatellisierung in der frühen Zweiten Republik.
Projektleiter:Siegfried Göllner
Finanzierung: ÖAW
Dauer: 01.07.2026 - 31.12.2026
