
Biographie
Johanna Chovanec (*1992) ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Ihr Interesse gilt dem gesellschaftlichen Potenzial von Literatur, insbesondere der Frage, inwiefern literarische Texte zum Verständnis unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Erfahrungswelten beitragen können.
Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien und der Istanbul Bilgi University. Von 2016 bis 2017 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU Horizon 2020-Projekt The Future of EU-Turkey Relations (FEUTURE) an der Sabancı University in Istanbul tätig. Im Anschluss promovierte sie mit Doktoratsstipendien der ÖAW und der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität Wien, wo sie 2023 ihre Dissertation mit Auszeichnung abschloss. Während ihrer Promotion war sie zudem Junior Research Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) sowie Gastwissenschaftlerin an den Universitäten Oslo und Amsterdam. Ihre Dissertation Turkey’s Occidentalist Condition: Images of Self and Other in Early Republican Literature wurde 2024 mit dem Dissertationspreis der Südosteuropa-Gesellschaft ausgezeichnet. Anschließend war sie als Universitätsassistentin an der Abteilung für Komparatistik der Universität Wien in Forschung und Lehre tätig und lehrte zudem am Institut für Orientalistik. Für ihr neuroaffirmatives Seminar „Neurodiversität in der Literatur: Autismus erzählen“ erhielt sie 2024 den UNIVIE Teaching Award. Seit 2026 ist sie APART-GSK-Stipendiatin am Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW.
Forschungsschwerpunkte
Health Humanities, Neurodiversity Studies, Applied Literary Studies, post-imperiale Studien, moderne türkische Literatur.
Aktuelles Forschungsprojekt
How to Be Autistic: Self-Narration of Neurodifference in Literature (APART-GSK, ÖAW)
