INCRA befasst sich mit den zunehmenden Risiken durch Naturgefahren und Klimawandel in Österreich und konzentriert sich dabei auf die oft übersehene Rolle von nicht klimatischen Risikofaktoren – wie demografische, sozioökonomische, institutionelle und infrastrukturelle Faktoren –, die beeinflussen, wer und was lokalen Gefahren wie Überschwemmungen, Lawinen und Erdrutschen ausgesetzt und anfällig dafür ist.

Das Projekt verfolgt vier Hauptziele:

  • Umfassende Kartierung der Gefährdung: INCRA bewertet systematisch die Gefährdung durch einzelne und mehrere Gefahren in ganz Österreich unter Verwendung eines räumlich expliziten, hochauflösenden Ansatzes.
  • Integrierte Vulnerabilitätsbewertung: Es kombiniert Indikatoren aus sozialen, wirtschaftlichen, physischen und institutionellen Dimensionen, um die Vulnerabilität auf nationaler und subnationaler Ebene zu bewerten.
  • Identifizierung und Validierung von Archetypen: Durch die Identifizierung von Mustern nicht-klimatischer Risikofaktoren („Archetypen“) und deren Validierung durch regionale und lokale Fallstudien erfasst das Projekt die Komplexität und den kontextspezifischen Charakter von Risiken.
  • Gemeinsame Erarbeitung von Anpassungsoptionen: Die Einbindung von Interessengruppen steht im Mittelpunkt von INCRA. Durch einen transdisziplinären gemeinsamen Entwicklungsprozess entwickelt das Projekt Risikoszenarien und umsetzbare Strategien zur Anpassung an den Klimawandel (CCA), die auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

INCRA behebt wesentliche Mängel der aktuellen Strategien zur Katastrophenvorsorge (DRR) und CCA, indem es nicht-klimatische Faktoren in Multi-Risiko-Bewertungen einbezieht. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Ergebnisse nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch praktisch relevant sind.


Laufzeit:
Januar 2026 – Dezember 2028

Projektkoordinator:
IGF/ÖAW

Finanziert durch:
Klima+Energie Fonds (ACRP – Österreichisches Klimaforschungsprogramm, 17. Ausschreibung)