Societal COst of INaction
Die Folgen des Klimawandels sind in Österreich bereits heute durch veränderte Temperatur- und Niederschlagsmuster sowie die Zunahme von Unwetterereignissen stark spürbar. Dadurch entstehen der öffentlichen Hand bereits heute erhebliche Kosten, die mit fortschreitendem Klimawandel zunehmen werden (Bachner and Bednar-Friedl 2018; Bachner et al. 2019; Köppl and Schratzenstaller 2024).
2nd Austrian Assessement Report, AAR2
Diese umfassen Ausgaben für die Beseitigung von Klimaschäden sowie für Klimawandelanpassungsmaßnahmen und betreffen sämtliche föderale Ebenen (Bund, Länder und Gemeinden), Parafiski (vor allem Kranken- und Unfallversicherung) sowie weitere Institutionen im öffentlichen Sektor. Die Folgen des Klimawandels betreffen dabei alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß und über unterschiedliche Wirkungskanäle.
Für Österreich erfolgte die erste konsistente Quantifizierung von zukünftigen Klimafolgekosten über Wirkungsfelder hinweg in der ersten (Steininger et al. 2015). Darin zeigten sich einerseits mögliche jährliche Folgekosten bis Mitte des Jahrhunderts für Österreich von über 5 Mrd. €. Andererseits besteht aufgrund der Vielzahl identifizierter, aber nicht quantifizierter Wirkungsketten eine Unsicherheit, die durch Folgestudien reduziert werden kann.
Seither wurden für Österreich in allen Wirkungsfeldern Ansätze und Modelle weiterentwickelt, sodass umfassendere Quantifizierungen von Klimafolgekosten und unterschiedlichen Anpassungsmaßnahmen auf einer verlässlicheren und feiner aufgelösten Datenbasis vorliegen. Eine konsistente Zusammenführung dieser Wirkungsfelder ist jedoch noch nicht erfolgt. Methodisch hat es in den letzten Jahren zudem relevante Fortschritte in den Bereichen Verteilungswirkung, Szenarien-Narrative sowie synthetisierte Wissensstände gegeben. Eine Vertiefung in diesen Bereichen erweist sich daher als politikrelevante Forschungsfrage für COIN 2.0.
Das IGF wurde mit der Analyse der Auswirkungen und Schäden von Wildbächen und alpinen Naturgefahren beauftragt.
Laufzeit:
April 2025 – März 2027
Auftraggeberinnen:
Klima- und Energiefonds
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Republik Österreich, vertreten durch den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Projektkoordinator:
Universität Graz, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel