www.cfir.science


Projektleitung: C. Gugl

MitarbeiterInnen: V. Jansa, M. Jelusić, M. Mandl, E. Karagkiozis

 

Im Rahmen des Projekts ‚Die norisch-pannonische Tracht‘ arbeitet das IKAnt am Aufbau einer web-gestützten, digitalen Forschungsinfrastruktur, mit deren Hilfe archäologische Artefakte in Form von 3D-Daten, Bildern und Metadaten frei zugänglich gemacht werden sollen. Die Finanzierung erfolgt zu großen Teilen über das New Research Infrastructure-Programme der Jahres 2013 und 2015, mit deren Hilfe die Anschaffung von 3D-Scanning-Technologie ermöglicht wurde.


Ein erster Schritt dazu ist die Entwicklung von www.cfir.science, einer Webplattform, die Informationen zu römerzeitlichen Fibeln und Trachtbestandteilen bereitstellt. Der Schwerpunkt der Webdatenbank liegt momentan auf den überlieferten Bestandteilen der „norisch-pannonischen Tracht“, also Fibeln und Gürtelbestandteilen, die mehrheitlich aus Bronze, aber auch aus Silber und Gold bestehen. Der Großteil der Datensammlung umfasst die in der Fachliteratur publizierten Artefakte, die in eine PostgreSQL-Datenbank aufgenommen werden. Alle erfassten Artefakte werden nach gängigen Klassifikationsschemata (Typologien) geordnet und beschrieben. Im Aufbau befindet sich der Bestand an Bildern und insbesondere an 3D-Modellen, der durch die Zusammenarbeit mit Museen und Sammlungen (Museum Carnuntinum, Savaria Múzeum, Kunsthistorisches Museum Wien, Oberösterreichisches Landesmuseum) durch Autopsie vor Ort beständig vergrößert wird.

Die Struktur der PostgreSQL-/PostGIS-Datenbank besteht aus drei Grundbausteinen: Fundort - Fundkontext – Objekt. Jedes Objekt ist einem Fundkontext zugewiesen, jeder Fundkontext gehört zu einem Fundort. Letztere sind über Gazetteers und eine GIS-Schnittstelle standardisiert ansprechbar, sodass sie inklusive der Fundkontexte und der Objekte mit anderen Webinitiativen geographisch verknüpft werden können (Konzept der geographischen Interoperabilität). Für die Aufbereitung der Metadaten werden verschiedene Standardformate bzw. Ontologien, etwa  Dublin-Core, www.nomisma.org, etc., zur Anwendung kommen.

Die technische Umsetzung der Webplattform liegt in den Händen der Multimediafirma 7reasons. Die inhaltliche Betreuung der Datenbank  www.cfir.science erfolgt von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Institut für Kulturgeschichte der Antike, Österreichisches Archäologisches Institut) sowie der Universität Innsbruck (Institut für Archäologien).

Dokumentation von Artefakten mit dem Breuckmann-Streifenlichtscanner (© Gugl / ÖAW-IKAnt)
Dokumentation von Artefakten mit dem Faro-Laserscanner (© Gugl / ÖAW-IKAnt)
3D-Modell einer Flügelfibel mit farblich differenzierter Visualisierung der Einzelscans (© Jansa / ÖAW-IKAnt)