Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Kinderwünsche in Wien

Die COVID-19 Pandemie kann sich nicht nur auf Gesundheit, Wirtschaft und Bildung auswirken, sondern auch auf verschiedene Aspekte des Familienlebens, wie die Arbeitsteilung im Haushalt, die Kinderbetreuung oder die Familienplanung. In der Vergangenheit hat sich bereits gezeigt, dass Epidemien, wie zum Beispiel die spanische Grippe oder das Zika-Virus, zu starken Fertilitätsrückgängen geführt haben. Zudem gingen Rezessionen infolge einer Wirtschaftskrise in vielen Ländern mit geringeren Geburten einher. Demnach wird auch erwartet, dass die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen der COVID-19 Pandemie Auswirkungen auf die Familienplanung haben werden.

Wichtige Hinweise zu der Fertilität können Angaben zum Kinderwunsch liefern. Wie es in Österreich bezüglich des Kinderwunsches nach Ausbruch der Pandemie und nach den Erfahrungen mehrerer Lockdowns steht, ist nicht bekannt. Erst mit dem Sonderprogramm des Österreichischen Mikrozensus 3/2021 wird der Kinderwunsch seit Ausbruch der COVID-19 Pandemie erhoben. Diese einzigartige Datenquelle erlaubt es die Frage zu beantworten, inwieweit – aus aktueller Sicht – im Bereich Familiengründung und Familienerweiterung mit mittel- und längerfristigen Konsequenzen der Pandemie zu rechnen ist.

Das COVKIWU Forschungsprojekt hat als Ziel, Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Kinderwünsche in Wien zu untersuchen und mit der Situation in Gesamtösterreich zu vergleichen. Dazu wird das Sonderprogramm im Österreichischen Mikrozensus 3/2021 herangezogen. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, welche Personengruppen ihre Familienpläne aufgrund der Pandemie in welchem Umfang änderten (Quantum und Timing).


 

Präsentationen:

Buber‐Ennser, I., Riederer, B. and Setz, I. (2021) Changes of fertility plans in Austria due to the COVID‐19 pandemic.
Paper presented at the “Pandemic Babies? The Covid-19 Pandemic and Its Impact on Fertility and Family Dynamics” Conference 2021, online