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Besuch des KEK Generaldirektors Shoji Asai

Am 11. Mai 2026 hat eine Delegation vom japanischen Teilchenforschungszentrum KEK unter der Leitung von Generaldirektor Shoji Asai die Österreichische Akademie der Wissenschaften besucht. Zweck des Besuchs war die Verlängerung des memorandum of understanding zwischen ÖAW, Wissenschaftsministerium und KEK zur Zusammenarbeit am Belle II-Experiment in Japan. Weiters wurde über den aktuellen Status des Experiments sowie über das für 2032 geplante Upgrade informiert.

12.05.2026
© ÖAW/MBI, Fotograf Joseph Krpelan

Derzeit nimmt Belle II mit einer Luminosität von ca. 5 x 10^34/cm2/s Daten und dürfte bis Ende Mai einen Datensatz von einem 1/ab erreichen und damit sämtliche früheren B factory Experimente übertreffen. Das Problem der sudden beam losses (SBLs), das in den Jahren davor den Betrieb des Beschleunigers stark eingeschränkt hat, konnte auf eine Verunreinigung durch ein Vakuum-Dichtmittel zurückgeführt werden, dessen Rückstände nun systematisch aus der Anlage entfernt werden. Andere Probleme, allen voran die Vergrößerung des Beams am Wechselwirkungspunkt bei höheren Bunch-Strömen müssen noch verstanden werden.

Parallel dazu wird ein Upgrade des Experimentes während der Jahre 2032-33 vorbereitet, bei dem die Magnete nahe am Wechselwirkungspunkt getauscht werden, wovon man sich einen kleineren Beam und eine bessere Beam-Lebensdauer verspricht. Höhere Ströme sollen durch neue Kavitäten möglich werden. Auch der Linearbeschleuniger, der für den Einschuß der Elektronen und Positronen verantwortlich ist, wird erneuert, um eine höhere Schwerpunkts-Energie und eine geringere Strahl-Asymmetrie zu ermöglichen. Parallel dazu muss auch das Belle II-Experiment verbessert werden. Das Marietta-Blau Institut ist insbesondere an der Entwicklung eines neuen Vertexdetektors beteiligt, der auf aktiven CMOS-Pixelsensoren basieren wird.