Derzeit nimmt Belle II mit einer Luminosität von ca. 5 x 10^34/cm2/s Daten und dürfte bis Ende Mai einen Datensatz von einem 1/ab erreichen und damit sämtliche früheren B factory Experimente übertreffen. Das Problem der sudden beam losses (SBLs), das in den Jahren davor den Betrieb des Beschleunigers stark eingeschränkt hat, konnte auf eine Verunreinigung durch ein Vakuum-Dichtmittel zurückgeführt werden, dessen Rückstände nun systematisch aus der Anlage entfernt werden. Andere Probleme, allen voran die Vergrößerung des Beams am Wechselwirkungspunkt bei höheren Bunch-Strömen müssen noch verstanden werden.
Parallel dazu wird ein Upgrade des Experimentes während der Jahre 2032-33 vorbereitet, bei dem die Magnete nahe am Wechselwirkungspunkt getauscht werden, wovon man sich einen kleineren Beam und eine bessere Beam-Lebensdauer verspricht. Höhere Ströme sollen durch neue Kavitäten möglich werden. Auch der Linearbeschleuniger, der für den Einschuß der Elektronen und Positronen verantwortlich ist, wird erneuert, um eine höhere Schwerpunkts-Energie und eine geringere Strahl-Asymmetrie zu ermöglichen. Parallel dazu muss auch das Belle II-Experiment verbessert werden. Das Marietta-Blau Institut ist insbesondere an der Entwicklung eines neuen Vertexdetektors beteiligt, der auf aktiven CMOS-Pixelsensoren basieren wird.
