Die Forschung des MBI konzentriert sich auf die Untersuchung grundlegender Symmetrien und Wechselwirkungen und befasst sich mit folgenden Fragen:
- Wie sieht die Physik jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik aus?
- Welche Eigenschaften haben die in der Natur vorhandenen Kräfte?
- Woher stammt die Masse des sichtbaren und des unsichtbaren Universums?
- Warum bestehen die Überreste des Urknalls nur aus Materie und nicht aus Antimaterie?
Dafür werden einerseits Experimente bei höchsten Energien durchgeführt, um massive Teilchen zu erzeugen, als auch Präzisionsexperimente bei niedrigen Energien, um mögliche Abweichungen in Quantenkorrekturen zu entdecken.
Um bei diesen Fragen neue Erkenntnisse erzielen zu können, werden am MBI auch neue experimentelle Methoden entwickelt und umgesetzt. Dazu gehören sowohl die Konstruktion neuer Detektoren, sowie die Konzeption von Algorithmen basierend auf künstlicher Intelligenz.
Das MBI liefert Schlüsselbeiträge zu den derzeit größten Teilchenphysik-experimenten wie jene am Large Hadron Collider (LHC) und dem Antiproton Decelerator/ELENA am CERN in Genf, dem Labor für Hochenergiephysik KEK in Japan oder dem Laboratori Nazionali del Gran Sasso (LNGS) in Italien. Damit schreibt das MBI aktiv an der Zukunft der Teilchenphysik mit. In Wien werden auch Experimente und deren Vorbereitung für die großen Forschungslaboratorien durchgeführt. Es existieren enge Kooperationen mit der Technischen Universität Wien und der Universität Wien um die kommende Generation von Physiker/innen auszubilden, indem man sie in aktuelle Forschungsaktivitäten einbindet. Die Begeisterung zur Teilchenphysik teilt das MBI mit der Öffentlichkeit durch ein vielfältiges Outreach-Programm.
Das MBI wurde 2025 gegründet und geht aus den beiden ehemaligen ÖAW- Instituten “Stefan-Meyer-Institut für Subatomare Physik (SMI)” und “Institut für Hochenergiephysik (HEPHY)” hervor.
Eine Darstellung der Gründungsgeschichte des HEPHY finden Sie hier, die Geschichte des SMI wird hier beschrieben.
