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Warum manche Vögel vorsichtiger sind als andere

Eine internationale Studie, an der auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften beteiligt war, liefert Hinweise darauf, dass Neugier und Zurückhaltung im Tierreich eng mit ökologischen Bedingungen verknüpft sind und die Vorsicht gegenüber Neuem, die sogenannte Neophobie, evolutionär tief verwurzelt ist.

19.11.2025
Two small blue and rust-colored birds perch on opposite sides of a tree stump, facing each other.
© Adobe Stock

Während einige Vögel mutig sind, bleiben andere eher scheu auf Abstand. Eine internationale Zusammenarbeit von 129 Forschenden an 77 Institutionen in 24 Ländern, an der auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) beteiligt war, hat nun erstmals systematisch untersucht, warum Tiere Neuem gegenüber unterschiedlich misstrauisch sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Neophobie nicht nur das Verhalten einzelner Tiere prägt, sondern auch tief in der Evolution verankert ist.

Die Studie nutzte das ManyBirds Project, ein weltweit koordiniertes „Big Team Science“-Netzwerk, und untersuchte 1.439 Vögel aus 136 Arten auf sechs Kontinenten – von Laboren über Feldstudien bis hin zu Zoos. Untersucht wurde, wie lange Vögel zögerten, vertrautes Futter zu berühren, wenn ein neues Objekt in ihrer Nähe war, verglichen mit einer Kontrollbedingung ohne Objekt. Die Ergebnisse erschienen kürzlich im Fachjournal PLOS Biology.

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ManyBirds Project

Marisa Hoeschele

Publikation

“A large-scale study across the avian clade identifies ecological drivers of neophobia.” ManyBirds Project, Rachael Miller, (…), Marisa Hoeschele et al.,  PLOS Biology
DOI: doi.org/10.1371/journal.pbio.3003394