Das Institut für Schallforschung (ISF) ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es betreibt anwendungsoffene Grundlagenforschung im Bereich der Akustik - auf mathematischer Basis und in enger Zusammenarbeit mit international anerkannten Partnerinstitutionen.


Wissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Akustik reichen von der Entstehung über die Ausbreitung bis hin zur Wahrnehmung von Schall.
 Für die Entwicklung präziser akustischer und perzeptiver Modelle sind Mathematik, Numerik und Signalverarbeitung daher unverzichtbar. Pionierarbeit in der Akustik erfordert einen multidisziplinären Zugang, der innovative Ansätze fördert und die Entwicklung neuer Konzepte in den jeweiligen Fachdisziplinen begünstigt.
 Die Projekte am ISF basieren sowohl auf tiefgehender Fachkompetenz als auch auf enger Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen.
 Aus unserer Grundlagenforschung erarbeitete Methoden fließen in Softwaresysteme wie STx ein – ein Werkzeug mit langer Tradition interdisziplinärer Zusammenarbeit.


Das ISF vereint Phonetik, Psychoakustik, computergestützte Physik, Mathematik und Biologie. Es ist offen für weitere Disziplinen und Arbeitsgruppen, die den multidisziplinären Ansatz des Instituts bereichern.
 Dieser fachübergreifende Ansatz macht das Institut einzigartig in Österreich - weltweit gibt es nur wenige vergleichbare Forschungsinstitutionen. Die aktive Beteiligung der ISF-Forscher:innen in der universitären Lehre schließt zudem eine Lücke in der akademischen Akustikausbildung.


Das ISF wird seinen Ansatz „Exzellenz durch Synergie“ weiterentwickeln.
 Geplant ist eine engere Zusammenarbeit der bestehenden Forschungsgruppen sowie die aktive Suche nach neuen Teams.
 Auch die Kooperation mit externen Partnerinstitutionen soll erweitert und vertieft werden.
 Zentrales Ziel ist der Ausbau der internationalen Sichtbarkeit und Relevanz in der Spitzenforschung zur Akustik. Langfristig soll das Institut als internationales Zentrum für multidisziplinäre Akustikforschung etabliert werden.


 

Die Geschichte des ISF

Die Ursprünge des ISF liegen im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Am 14. Dezember 1971 beschloss dessen Kommission die Gründung einer eigenen Kommission für Schallforschung.
 Laut Tätigkeitsbericht wurde der Antrag gestellt, um der zunehmenden Bedeutung experimenteller, angewandter und theoretischer schallanalytischer Probleme gerecht zu werden.
 

Am 28. Jänner 1972 nahm die Gesamtsitzung der ÖAW den Antrag an. Walter Graf, der damalige Leiter des Phonogrammarchivs, wurde zum Obmann der neuen Kommission bestellt. 1994 wurde die Kommission in eine Forschungsstelle umgewandelt, im Jahr 2000 schließlich in ein eigenständiges Institut. Von Beginn an spielte Werner A. Deutsch eine prägende Rolle: Zunächst als Obmann der Kommission und später – von 1994 bis 2012 – als Direktor des Instituts. Im Jubiläumsjahr 2012 übernahm der Mathematiker Peter Balazs die Leitung. Unter seiner Führung wurden neue Forschungsschwerpunkte gesetzt und zahlreiche Projekte initiiert. 

1972

Gründung der Kommission für Schallforschung

1994

Anhebung der Kommission zur Forschungsstelle für Schallforschung

2000

Institut für Schallforschung

Direktor
Peter Balazs

Vizedirektor
Robert Baumgartner

Administrativer Leiter
Konrad Antonicek

Kontakt
T: +43 (0)1 51581 2501
Email: office.isf(at)oeaw.ac.at